19 June 2026, 20:11

FDP-Debatte platzt: Döring sagt nach Jungen-Freiheit-Interview ab

Aus der Diskussion genommen

FDP-Debatte platzt: Döring sagt nach Jungen-Freiheit-Interview ab

Eine geplante Debatte zwischen FDP-Generalsekretär Martin Hagen und Sabine Döring ist abgesagt worden. Döring zog ihre Teilnahme zurück, nachdem Hagen ein Interview der Jungen Freiheit gegeben hatte – einer Zeitung, die sie politisch bedenklich einstuft. Der Rückzug erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die FDP zunehmend unter Druck gerät wegen ihrer Verbindungen zu dem Blatt.

Sabine Döring sagte ihre Teilnahme an der Veranstaltung der Friedrich-Naumann-Stiftung ab. Als Begründung nannte sie Hagens Interview mit der Jungen Freiheit. Die Zeitung steht für ihre ausführliche Berichterstattung über die AfD-Politik und gilt als Medium, das Sympathisanten der AfD anzieht.

In dem Interview kritisierte Hagen den Rückgang offener Debattenkultur – ein Vorwurf, der ironischerweise zu Dörings Weigerung führte, sich an der Diskussion zu beteiligen. Auch andere FDP-Politiker haben bereits mit der Jungen Freiheit kooperiert, sei es durch Interviews oder Gastbeiträge. Der FDP-Abgeordnete Alexander von Stahl verteidigte die Zeitung sogar vor dem Bundesverfassungsgericht.

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Die FDP steckt derzeit in einer existenziellen Krise. Bei der Bundestagswahl 2025 wechselten fast 900.000 Wähler von der FDP zur AfD. Die Partei sieht es nun als politische Notwendigkeit, diese Wähler zurückzugewinnen.

Dörings Absage wird als Versuch gewertet, die FDP von der Jungen Freiheit und deren Assoziationen zu distanzieren. Gleichzeitig ringt die Partei weiterhin mit inneren Konflikten darüber, wie sie mit den Wählerverlusten umgehen soll. Die abgesagte Debatte unterstreicht die anhaltenden Spannungen innerhalb der FDP.

Quelle

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