Feuerwehren im Landkreis Esslingen bilanzieren Rekord-Einsätze und neue Herausforderungen
Sylke SchmiedtFeuerwehren im Landkreis Esslingen bilanzieren Rekord-Einsätze und neue Herausforderungen
Führungskräfte der Feuerwehren aus dem gesamten Landkreis Esslingen trafen sich am 28. März 2024 in Altbach zu ihrer jährlichen Dienstversammlung. Bei der Veranstaltung kamen Kreisbrandmeister sowie Vertreter des Feuerwehrverbandes Esslingen zusammen, um die Herausforderungen und Erfolge des vergangenen Jahres zu bilanzieren. Im Mittelpunkt standen die steigende Einsatzzahl, die alternde Belegschaft und neue Fördermittel für dringend benötigte Ausrüstung.
Allein im Jahr 2024 rückten die Wehren des Landkreises zu über 10.000 Einsätzen aus – 500 mehr als im Vorjahr. Besonders die heftigen Regenfälle im Juni hatten zu einer erhöhten Arbeitsbelastung beigetragen. Gleichzeitig koordinierte die Integrierte Leitstelle rund 370.000 Anrufe, darunter Notrufe über die 112, eCall-Meldungen und Alarmierungen über die Lebensretter-App.
Ein weiteres zentrales Thema waren die Sicherheitsfragen im Zusammenhang mit den geopolitischen Verschiebungen nach dem russischen Angriff auf die Ukraine. Hier wurde der neue Organisationsplan Deutschland (OPlan DEU) vorgestellt, der aktualisierte Sicherheitsrichtlinien für die Feuerwehren festlegt. Zur Verbesserung der Katastrophenbewältigung nahm der Landkreis Ende 2024 ein neues Führungs- und Lagezentrum in Betrieb.
Auch die Ausbildung blieb ein Schwerpunkt: 170 Feuerwehrleute besuchten Lehrgänge an der Landesfeuerwehrschule Baden-Württemberg in Bruchsal. Ausbilder mit 10- und 20-jähriger Dienstzeit wurden für ihr langjähriges Engagement geehrt. Zudem erhielten Feuerwehrkräfte aus zwölf Kommunen – Aichtal, Altbach, Denkendorf, Filderstadt, Großbettlingen, Kirchheim unter Teck, Lenningen, Nürtingen, Ostfildern, Plochingen, Uhingen und Wendlingen – das Feuerwehrleistungsabzeichen für ihre herausragenden Leistungen.
Der Landkreis stellte 200.000 Euro für dringend benötigte Fahrzeuge bereit, darunter eine technische Messeinheit für überregionale Einsätze. Diskutiert wurde zudem die Problematik der alternden Belegschaft in den Feuerwehren.
Die Versammlung endete mit Plänen zur Stärkung der Katastrophenvorsorge und zur Bewältigung des Personalmangels. Das neue Lagezentrum und die aktualisierten Sicherheitsvorgaben sollen die Einsatzfähigkeit verbessern. Angesichts steigender Einsatzzahlen und neuer Bedrohungsszenarien passen sich die Feuerwehren im Landkreis kontinuierlich an, um den wachsenden Anforderungen gerecht zu werden.






