Fraunhofer ITWM revolutioniert Schaumstoffproduktion mit digitalen Simulationstools
Dietlind Grein GrothFraunhofer ITWM revolutioniert Schaumstoffproduktion mit digitalen Simulationstools
Fraunhofer ITWM präsentiert bahnbrechende Fortschritte in der Schaumstoffproduktion auf der Foam Expo Europe 2024
Das Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik (ITWM) stellt auf der diesjährigen Foam Expo Europe seine neuesten Entwicklungen im Bereich der Schaumstofftechnologie vor. Die hauseigenen Softwarelösungen, die auf die Optimierung von Fertigungsprozessen und die Verbesserung der Materialeigenschaften abzielen, könnten die Leichtbauweise revolutionieren. Dr. Konrad Steiner, Leiter der Abteilung "Strömungs- und Materialsimulation", wird die Präsentation zu digitalen Vorhersagewerkzeugen leiten.
Mit der FOAM-Software können Hersteller die Schaumstoffproduktion bereits vor physischen Tests simulieren. Das Programm prognostiziert Schaumbildungsprozesse, optimiert Bauteildesigns und modelliert Werkzeuge für Verfahren wie das Reaktionsspritzgießen (RIM). Praktische Anwendungen gibt es bereits – etwa bei der Simulation der Schaumdichte in Kühl-Gefrierkombinationen oder Batteriemodulen.
Ergänzend dazu ermöglicht die FeelMath-Software die Berechnung mechanischer und thermischer Eigenschaften von Schaumstoffmikrostrukturen. Daraus entstehen präzise Materialmodelle, mit denen Ingenieure Komponenten für spezifische Einsatzzwecke weiterverfeinern können. Beide Tools überzeugen durch nutzerfreundliche Oberflächen, CAD-Vorbearbeitung und die Unterstützung verschiedener Schaumstofftypen.
Noch einen Schritt weiter geht der digitale Zwilling der FOAM-Software: Er erstellt ein vollständiges digitales Abbild von Schaumstoffbauteilen, das virtuelle Tests und Designoptimierungen ermöglicht. Dadurch lassen sich Abfall reduzieren und Entwicklungszeiten verkürzen. Schaumstoffe, die in Stoßdämpfung, Isolierung und strukturellen Sitzlösungen eingesetzt werden, profitieren besonders von diesen Innovationen.
Auf der Foam Expo Europe 2024 zeigt das Fraunhofer ITWM, wie digitale Werkzeuge die Kosten in der Schaumstoffherstellung senken und die Effizienz steigern können. Die Fähigkeit der Software, Leistung vorherzusagen und Produktionsabläufe zu straffen, könnte neue Maßstäbe für Leichtbaumaterialien in Branchen wie Automobilbau und Bauwesen setzen.






