Fußballturnier in München gedenkt der Opfer des rechtsterroristischen Anschlags 2016
Angelo BriemerFußballturnier in München gedenkt der Opfer des rechtsterroristischen Anschlags 2016
Ein Fußballturnier in München ehrte die Opfer des Anschlags von 2016
Am 6. Juni fand in München ein Fußballturnier statt, das an die neun Menschen erinnerte, die bei dem Anschlag 2016 getötet wurden. Organisiert wurde die Veranstaltung von Hasan Leyla, dessen 14-jähriger Sohn Can zu den Ermordeten zählte. Das Turnier sollte die Gemeinschaft im Gedenken vereinen. Viele der Opfer, darunter Can und Guiliano Kollmann, hatten eine große Leidenschaft für den Fußball.
Der Anschlag von 2016 wurde zunächst als Amoktat aus persönlichen Motiven eingestuft. Spätere Ermittlungen ergaben jedoch, dass es sich um einen rechtsterroristischen Akt handelte, inspiriert vom Massaker auf Utøya 2011 in Norwegen. Der Attentäter war in extremistischen Online-Foren aktiv gewesen und hatte ein Manifest verfasst, in dem er die Auslöschung ganzer Bevölkerungsgruppen forderte.
Hasan Leyla setzt sich im Rahmen der Initiative München erinnert dafür ein, die falsche Einordnung des Anschlags zu korrigieren. Nun konzentriert er sich darauf, Unterstützung für die Gedenkveranstaltungen zum zehnten Jahrestag am 22. Juli 2026 zu mobilisieren. Das Fußballturnier, Teil der laufenden Gedenkaktivitäten, bot Raum für Reflexion und Zusammenhalt.
Die Veranstaltung brachte Betroffene des Anschlags zusammen und stärkte das Vermächtnis der Opfer. Indem der Fußball – eine gemeinsame Leidenschaft vieler Verstorbener – im Mittelpunkt stand, sorgte die Initiative dafür, dass ihre Erinnerung lebendig bleibt. Weitere Gedenkveranstaltungen sind im Vorfeld des Jahrestags geplant.






