Galeria kämpft ums Überleben: 160-Millionen-Notkredit als letzte Rettung
Hiltraud HamannGaleria kämpft ums Überleben: 160-Millionen-Notkredit als letzte Rettung
Galeria steht vor dem finanziellen Kollaps
Die bekannte Warenhauskette Galeria steckt tief in der Krise. Um die Insolvenz abzuwenden, sucht das Unternehmen nun nach einem Notkredit in Höhe von 160 Millionen Euro. Ohne diese finanzielle Spritz könnte das Unternehmen den Sommer nicht überstehen.
Verhandelt wird mit dem US-Investor Gordon Brothers über das Rettungsdarlehen, das eine bestehende Schuldenlast von 80 Millionen Euro umschulden und ausstehende Mieten decken soll. Doch selbst mit dem Kredit bleibt die Zukunft ungewiss – die monatlichen Verluste liegen weiterhin im Millionenbereich.
Konzerchef Tilo Hellenbock hat bereits die Bestellungen für neue Ware in allen 83 Filialen gestrichen. Um die Umsätze anzukurbeln, lockt Galeria mit Rabatten von bis zu 70 Prozent und hofft so, Mittel für die Bezahlung der 12.000 Mitarbeiter zu generieren. Der Restrukturierungsplan sieht vor, das Unternehmen bis 2028 wieder in die Gewinnzone zu führen.
Gordon Brothers schlägt vor, rund 30 Standorte zu schließen und die Verkaufsflächen zu verringern. Teile der Flächen sollen an externe Mieter vermietet werden, um die Kosten zu senken. Auch die Filiale in der Mainzer Altstadt gehört zu den Standorten mit ungewisser Zukunft.
Scheitert die Kreditvereinbarung, könnten bereits in diesem Sommer erste Filialen wegen Warenmangels schließen. Ohne das Rettungspaket wäre der Zusammenbruch der Kette nahezu unvermeidbar.
Der geplante Kredit und die Umstrukturierung sind überlebenswichtig für Galeria. Die Schließung unrentabler Standorte und die Verkleinerung der Flächen könnten die Finanzen stabilisieren. Dennoch bleiben die langfristigen Aussichten des Unternehmens fraglich.






