Georg Baselitz stirbt mit 88 – ein Abschied vom Großmeister des Neoexpressionismus
Hiltraud HamannGeorg Baselitz stirbt mit 88 – ein Abschied vom Großmeister des Neoexpressionismus
Georg Baselitz, eine prägende Figur der Nachkriegskunst, ist im Alter von 88 Jahren gestorben. Der für seinen markanten neoexpressionistischen Stil bekannte Künstler sollte kurz vor seinem Tod noch eine große Ausstellung im Rahmen der Biennale in Venedig eröffnen. Erst wenige Wochen zuvor waren seine jüngsten Werke im Museum der Moderne Salzburg zu sehen gewesen.
Baselitz erlangte Berühmtheit durch seinen unverwechselbaren Ansatz, bei dem er Motive in seinen Gemälden oft auf den Kopf stellte. Diese Technik wurde zu einem Markenzeichen seines Schaffens und hob ihn in der zeitgenössischen Kunst hervor. Seit 2015 besaß er die österreichische Staatsbürgerschaft, doch sein Einfluss reichte weit über Europa hinaus.
Anfang 2024 stiftete er eines seiner Werke dem Museum der Moderne Salzburg, das kurz darauf eine neue Ausstellung mit seinen Arbeiten eröffnete – ein Beweis für seine anhaltende Bedeutung. Sein letzter geplanter öffentlicher Auftritt sollte die Eröffnung einer Schau in Venedig sein, Teil des renommierten Biennale-Programms der Stadt.
Baselitz hinterlässt ein Erbe als einer der einflussreichsten Künstler seiner Generation. Seine Werke bleiben in Salzburg ausgestellt, während die Ausstellung in Venedig wie geplant stattfinden wird. Die Kunstwelt verliert damit eine prägende Stimme des Neoexpressionismus.






