Goodyear schließt Philippsburger Werk früher als geplant – 800 Jobs betroffen
Angelo BriemerGoodyear schließt Philippsburger Werk früher als geplant – 800 Jobs betroffen
Goodyear hat die Produktion in seinem Werk in Philippsburg früher als geplant eingestellt. Die Schließung erfolgte am 14. Juli 2017, mehrere Wochen vor dem ursprünglichen Zeitplan. Der regionale Sender SWR berichtete erstmals über die vorzeitige Stilllegung.
Das Unternehmen hatte seinen Beschluss, den Standort zu schließen, erstmals im Oktober 2016 bekannt gegeben. Die Belegschaft kämpfte sechs Monate lang um den Erhalt des Werks, doch Mitte Mai wurde die Schließung endgültig bestätigt. Wie die Gewerkschaft IG BCE mitteilte, führte ein Mangel an Arbeitskräften zu der vorgezogenen Einstellung der Produktion.
Vor der Betriebseinstellung waren in dem Werk etwa 800 Menschen beschäftigt. Den Arbeitnehmern drohen durch das vorzeitige Produktionsende keine finanziellen Nachteile. Mit den Abrissarbeiten wird kurz nach der Stilllegung begonnen.
Die Schließung steht im Einklang mit Goodyears Strategie, sich auf die Herstellung gefragter Premium-Reifen zu konzentrieren. Das Werk in Philippsburg ist nun vorzeitig geschlossen. Der Abriss wird in Kürze folgen und damit das endgültige Aus für den Standort besiegeln. Die geplante Umstellung des Unternehmens auf die Produktion von Premium-Reifen wird wie vorgesehen fortgesetzt.






