30 June 2026, 12:13

Gorleben bleibt Atomlager – doch die Sicherheit ist umstritten

Gorleben wird verlängert

Gorleben bleibt Atomlager – doch die Sicherheit ist umstritten

Zwischenlager Gorleben: Atommüll-Deponie bleibt deutlich länger in Betrieb als geplant

Das deutsche Zwischenlager für atomaren Abfall in Gorleben wird weit länger genutzt werden als ursprünglich vorgesehen. Die aktuelle Genehmigung läuft zwar 2034 aus, doch der Standort muss nun deutlich über die gesetzliche Frist für ein Endlager hinaus betrieben werden. Um die Verzögerungen abzufedern, wurde eine Verlängerung um 20 Jahre beantragt.

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Im Lager Gorleben lagern derzeit 113 CASTOR-Behälter mit hochradioaktivem Abfall, darunter abgebrannte Brennelemente und Wiederaufarbeitungsrückstände aus Kernkraftwerken. Die Behälter wurden zwischen 1995 und 2011 in 13 Transporten angeliefert – jeder davon löste massive Proteste aus.

Die Anlage, die zwischen 1982 und 1983 errichtet wurde, weist dünnere Wände und Decken auf als neuere Standorte. Die Mauern sind nur 50 Zentimeter stark, die Dachplatte misst lediglich 20 Zentimeter. Diese baulichen Mängel lassen die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüneburg-Dannenberg an der langfristigen Sicherheit zweifeln.

Die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) hat eine 20-jährige Verlängerung der Betriebsgenehmigung beantragt. Sie begründet dies mit regelmäßigen Sicherheitsüberprüfungen und dem Erfahrungsaustausch unter den Mitarbeitenden. Die Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) wird das Genehmigungsverfahren begleiten.

Die Verlängerung bedeutet, dass Gorleben weit über die ursprünglich geplante 40-jährige Laufzeit hinaus in Betrieb bleibt. Da ein Endlager voraussichtlich nicht wie vorgesehen bis 2031 bereitsteht, bleibt die Zwischenlagerung unverzichtbar. Die Entscheidung liegt nun bei den Aufsichtsbehörden, die sowohl die Sicherheits- als auch die strukturellen Risiken prüfen müssen.

Quelle