11 May 2026, 10:18

Grüne in Rheinland-Pfalz wählen erstmals rein weibliche Doppelspitze nach Wahlniederlage

Zwei Frauen an einem Rednerpult mit Mikrofon, Bildschirm und Blumen, die auf einer Grünen Veranstaltung über Umweltschutz sprechen.

Grüne in Rheinland-Pfalz wählen erstmals rein weibliche Doppelspitze nach Wahlniederlage

Die Grünen in Rheinland-Pfalz wählen erstmals eine rein weibliche Doppelspitze

Zum ersten Mal haben die Grünen in Rheinland-Pfalz eine ausschließlich aus Frauen bestehende Parteiführung gewählt. Damit brechen sie mit ihrer bisherigen Praxis, die Spitzenpositionen paritätisch mit einem Mann und einer Frau zu besetzen. Gleichzeitig müssen sich die Grünen in einer neuen Rolle als Oppositionspartei behaupten, nachdem sie aus der Landesregierung ausgeschieden sind.

Bei der Landtagswahl im März erreichten die Grünen nur noch 7,9 Prozent der Stimmen und beendeten damit 15 Jahre Regierungsbeteiligung. Mit nun zehn Sitzen im Landtag wollen sie durch verstärkten Bürgerdialog wieder an Zustimmung gewinnen.

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Die neue Landesführung wurde auf einem Parteitag gewählt: Carolin Cloos aus Worms setzte sich mit 72,28 Prozent der Stimmen als eine der beiden Vorsitzenden durch. Christin Sauer, eine 33-jährige Politikerin aus Mainz, folgte mit 63,37 Prozent Zustimmung. Beide werden die Partei künftig in Rheinland-Pfalz führen.

Sauer blickt auf eine lange Karriere in der Kommunalpolitik zurück: Sie war Sprecherin der Mainzer Grüne Jugend, Stadträtin und Vorsitzende des Mainzer Grünen-Kreisverbands. Ihr Ziel ist es, durch direkte Basisarbeit das Vertrauen in die grüne Politik zurückzugewinnen. Bis 2031 will sie die Partei wieder in die Regierung führen.

Unterdessen übernimmt Katrin Eder die Leitung der Grünen-Landtagsfraktion. Als wichtigen Erfolg nannte sie das Projekt „Schwarmkraftwerk“, das ursprünglich von Volker Hans, einem FDP-Politiker aus Mainz, initiiert worden war. In der Opposition wollen die Grünen nun stärker auf die Anliegen der Bürger hören.

Die Neuausrichtung der Partei folgt auf ein enttäuschendes Wahlergebnis. Mit nur noch zehn Mandaten müssen die Grünen nun von außen Einfluss zurückgewinnen.

Die Grünen haben klare Schwerpunkte für ihre Oppositionszeit gesetzt: Durch lokale Präsenz und politische Debatten wollen sie wieder Anschluss an die Wähler finden. Ob sie bis 2031 in die Regierung zurückkehren, hängt davon ab, ob es ihnen gelingt, in ganz Rheinland-Pfalz Vertrauen und Unterstützung zurückzugewinnen.

Quelle