18 March 2026, 04:12

Heimsheim und Weissach planen Windkraft – Bürgerentscheid scheitert an fehlender Mehrheit

Liniengraph, der die Stromerzeugung aus Wind- und Solarenergie in Deutschland zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Heimsheim und Weissach planen Windkraft – Bürgerentscheid scheitert an fehlender Mehrheit

Der Gemeinderat von Heimsheim hat beschlossen, gemeinsam mit Weissach am Interessenbekundungsverfahren für Windkraft teilzunehmen. Eine Bürgerinitiative, die eine Abstimmung der lokalen Bevölkerung über Windräder im Gemeindewald forderte, scheiterte jedoch. Die Debatte zeigte, wie unterschiedlich die Meinungen der Gemeinderäte zur weiteren Vorgehensweise sind.

Während der Sitzung lehnte der Rat einen Antrag ab, eine Bürgerentscheidung über Windenergie im städtischen Wald durchzuführen. Dafür wäre eine Zweidrittelmehrheit nötig gewesen, doch die Abstimmung verfehlte diese Hürde. Stattdessen einigte man sich darauf, einen Fachanwalt zu beauftragen, der die rechtlichen und ökologischen Auswirkungen von Windkraftprojekten bewerten soll – auch solche aus Nachbarcommunen.

Gaby Wulff (BfH) plädierte dafür, Photovoltaikanlagen Vorrang vor Windrädern einzuräumen, und verwies auf Bedenken beim Artenschutz. Zudem schlug sie vor, zunächst die Akzeptanz in der Bevölkerung zu prüfen, bevor man weitergeht. Petra Beermann (BfH) unterstützte Windkraft grundsätzlich, aber nur, wenn die Heimsheimer Bürgerinnen und Bürger dahinterstehen. Als Beispiel nannte sie den kürzlichen Bürgerentscheid in Weil der Stadt. Jürgen Gerhold (BfH) betonte, er sei nicht gegen Windenergie, wolle aber, dass die Gemeinde die Kontrolle über etwaige Entscheidungen behalte.

Widerspruch kam von Dennis Waldherr (CDU), der einen Bürgerentscheid in diesem Stadium als "absolut falsch" bezeichnete, da noch zu wenige Informationen vorlägen. Doro Moritz (SPD) pflichtete dem bei und unterstrich, wie wichtig eine umfassende Aufklärung der Öffentlichkeit vor einer Abstimmung sei. Offizielle Stellungnahmen aus Nachbargemeinden lagen nicht vor, obwohl St. Pölten zuvor den Ausbau erneuerbarer Energien – bei strengen Naturschutzauflagen – befürwortet hatte. Ein lokaler Kandidat in der Region hatte sich hingegen öffentlich kritisch zu den Windradplänen geäußert.

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Mit dem Beschluss bleibt Heimsheim vorerst im Windkraft-Planungsprozess. Rechtliche Expertise soll die nächsten Schritte begleiten, während die öffentliche Meinung gespalten bleibt. Weitere Abstimmungen zum Thema sind erst dann zu erwarten, wenn mehr Informationen vorliegen.

Quelle