Heino zeigt Solidarität mit sanktioniertem Feuerwehrmann bei umstrittenem Hymnen-Streit
Hiltraud HamannHeino zeigt Solidarität mit sanktioniertem Feuerwehrmann bei umstrittenem Hymnen-Streit
87-jähriger Schlagerstar Heino zeigt Solidarität mit bestraftem Feuerwehrmann
Der 87-jährige deutsche Sänger Heino hat öffentlich einen Feuerwehrmann unterstützt, der für das Abspielen einer umstrittenen Version der Nationalhymne sanktioniert wurde. Heino trat in Bad Belzig auf, nachdem Richard Mänder von seiner Jury-Tätigkeit bei einer Feuerwehrmeisterschaft abberufen worden war. Die Veranstaltung zog Feuerwehrleute aus mehreren Bundesländern an, die damit ihre Solidarität mit Mänder zum Ausdruck brachten.
Mänder war mit Konsequenzen konfrontiert worden, nachdem er bei der Eröffnung der Meisterschaft die vollständige Aufnahme der deutschen Nationalhymne aus den 1970er-Jahren – inklusive der selten gespielten ersten Strophe – abgespielt hatte. Die Version hatte er auf YouTube gefunden und für die Veranstaltung heruntergeladen. Der Deutsche Feuerwehrverband reagierte, indem er Mänder sämtliche Richteraufgaben entzog, ohne jedoch eine offizielle Begründung oder weitere disziplinarische Schritte zu dokumentieren.
Feuerwehrleute aus Sachsen und Thüringen versammelten sich in Bad Belzig zu Heinos Konzert, bei dem der Veteran unter anderem Klassiker wie Schwarzbraun ist die Haselnuss und Ostdeutschland, Ostdeutschland zum Besten gab. Sein Manager, Helmut Werner, bestätigte, dass der Auftritt organisiert worden sei, um Mänder zu unterstützen. Dieser bezeichnet die Maßnahmen des Verbandes als ungerecht und stigmatisierend.
Mänder plant nun, eigene jährliche Meisterschaften auszurichten – ein Schritt, der die Gräben innerhalb der Feuerwehrgemeinschaft vertiefen könnte. Der Feuerwehrverband hingegen bleibt bei seiner Entscheidung und lässt den Konflikt damit ungelöst.
Das Konzert unterstrich die Spannungen zwischen Mänder und der Feuerwehrführung. Da kein klarer Weg zur Versöhnung erkennbar ist, könnten seine Pläne für unabhängige Wettbewerbe die Organisation weiter spalten. Vorerst hält der Verband an seiner Position fest, während Mänder die Sanktionen weiterhin anfechtet.






