Julio-Iglesias-Museum in Ojén: Warum das Projekt seit Jahren scheitert
Sylke SchmiedtJulio-Iglesias-Museum in Ojén: Warum das Projekt seit Jahren scheitert
Pläne für ein Julio-Iglesias-Museum in Ojén bleiben auf Eis
Die Pläne für ein Museum zu Ehren von Julio Iglesias in Ojén kommen nicht voran. Das bereits vor Jahren vorgeschlagene Projekt hat unter der aktuellen Verwaltung keinen Fortschritt gemacht. Trotz der engen Verbindung des Sängers zur Stadt wurden die Verhandlungen nach früheren Verzögerungen nie wieder aufgenommen.
Die Idee für ein Julio-Iglesias-Museum stammte von einer früheren Kommunalregierung. Es sollte in städtischen Kulturgebäuden in der Nähe des Hauptplatzes untergebracht werden. Doch der Plan wurde aufgeschoben – und liegt seitdem auf Eis.
Bürgermeister Juan Merino bestätigte, dass es keine Gespräche mit Iglesias oder seinem Team gegeben habe. Auch die Stadtverwaltung teilte mit, dass es derzeit keine Verhandlungen zur Wiederbelebung des Projekts gebe. Die für das Museum vorgesehenen Räumlichkeiten stehen weiterhin leer.
Iglesias ist seit langem mit Ojén verbunden und besitzt dort eines seiner spanischen Häuser. Sein Einfluss prägt die lokale Kultur, etwa durch seine Rolle als Ausrufer auf der San-Dionisio-Messe 2002. Dennoch lehnte er bereits zweimal öffentliche Ehrungen ab: 2017 schlug er die Ernennung zum „adoptierten Sohn“ der Stadt aus, und 2020 lehnte er selbst den Museumsplan ab.
Das Projekt bleibt in der Schwebe, ohne dass sich entweder die Stadtverwaltung oder Iglesias bewegt. Die ungenutzten Gebäude am Platz erinnern an die gestoppten Pläne. Vorerst lebt die Verbindung Ojéns zum Sänger vor allem durch sein Privatleben – nicht durch eine offizielle Würdigung.






