KIT erhält 14 Millionen Euro für bahnbrechende Forschung zu optischer Datenübertragung
Dietlind Grein GrothKIT erhält 14 Millionen Euro für bahnbrechende Forschung zu optischer Datenübertragung
Der Europäische Forschungsrat (ERC) hat dem ATHENS-Projekt, einer wegweisenden Forschungsinitiative unter der Leitung des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT), 14 Millionen Euro bewilligt. In den nächsten sechs Jahren wird das Projekt fortschrittliche Materialien und Komponenten entwickeln, um die Umwandlung elektronischer Signale in optische zu optimieren. Die Förderung erfolgt im Rahmen des renommierten ERC Synergy Grants – für das KIT ist dies bereits die vierte Auszeichnung dieser Art.
Das ATHENS-Projekt wird von den KIT-Professoren Christian Koos und Stefan Bräse geleitet. Ihr Team strebt eine Revolution der optischen Kommunikationssysteme an, indem diese schneller und energieeffizienter gestaltet werden. Ziel ist es, höhere Datenübertragungsraten zu erreichen, ohne mehr Energie zu verbrauchen als heutige Sender-Empfänger-Module.
Um dies zu verwirklichen, setzen die Forscher auf einen hybriden Ansatz: Sie kombinieren Silizium mit anderen Materialien, um effizientere Komponenten zu entwickeln. Ein Teil der Arbeiten findet am Karlsruher Zentrum für Optik und Photonik (KCOP) statt, einer neuen Einrichtung, die 2025 ihre Pforten öffnen soll.
Der ERC Synergy Grant zählt zu den begehrtesten Förderprogrammen Europas. Von 548 im Jahr 2024 eingereichten Anträgen wurden nur 57 bewilligt – darunter auch ATHENS. Die Mittel ermöglichen es, die Grenzen der optischen Kommunikationstechnologie weiter zu verschieben.
Mit einer Förderung von 14 Millionen Euro läuft das ATHENS-Projekt über sechs Jahre und konzentriert sich auf optische Systeme der nächsten Generation. Die Forschung könnte zu schnelleren Datenübertragungen bei gleichzeitig reduziertem Energieverbrauch führen. Die Ergebnisse des Projekts könnten langfristig Branchen prägen, die auf hochleistungsfähige und effiziente Kommunikationsnetzwerke angewiesen sind.






