24 May 2026, 08:13

Koblenz kämpft mit Millionenverlusten durch veraltete Kreisumlagen für Berufsschüler

Stadtpersonalamt untersucht: Haben Mitarbeiter der Stadt Koblenz Millionen an Schaden verursacht?

Koblenz kämpft mit Millionenverlusten durch veraltete Kreisumlagen für Berufsschüler

Koblenz leidet seit Jahren unter finanzieller Belastung durch veraltete Zuschüsse benachbarter Landkreise. Die Lücke entsteht durch nicht angepasste Beiträge für Berufsschüler, die der Stadt seit 2014 Verluste von über 5 Millionen Euro beschert haben. Nun drängen Beamte auf Reformen – und auf Antworten.

Kern des Problems ist die Diskrepanz zwischen tatsächlichen Kosten und den festen Pauschalen, die die umliegenden Kreise zahlen. Aktuell bringt jeder teilzeitbeschulte Berufsschüler 190 Euro ein, doch die realen Kosten pro Schüler liegen im Schnitt bei 406,80 Euro. Bei 1.932 Schülern aus Kreisen wie Ahrweiler, Altenkirchen und Mayen-Koblenz, die Koblenzer Schulen besuchen, beläuft sich das jährliche Defizit auf über 400.000 Euro.

Der Rechnungsprüfungsausschuss hinterfragt, warum die Beiträge trotz steigender Ausgaben nie aktualisiert wurden. Als Reaktion wird die Stadt die Kreisumlagen rückwirkend ab Januar dieses Jahres auf 300 Euro pro Schüler erhöhen; für 2028 ist eine weitere Anhebung auf 400 Euro geplant. Künftige Anpassungen sollen zudem an regelmäßige Kostenprüfungen der Berufsschulen geknüpft werden.

Gleichzeitig prüft Koblenz, ob eigenes Finanzmanagement eine Rolle spielte. Die Behörden untersuchen, ob eine Berufshaftpflichtversicherung Teile der Verluste abdecken könnte.

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Das neue Finanzmodell soll die langjährige Haushaltslücke schließen. Die Kreisbeiträge werden künftig die tatsächlichen Kosten besser widerspiegeln, beginnend mit der rückwirkenden Erhöhung. Sollte der Versicherungsanspruch genehmigt werden, könnte dies die finanzielle Last der Stadt zusätzlich verringern.

Quelle