Luxusgüter für 24.000 Euro: Zoll fasst Reisenden mit massiver Steuerhinterziehung
Sylke SchmiedtLuxusgüter für 24.000 Euro: Zoll fasst Reisenden mit massiver Steuerhinterziehung
Ein 43-jähriger Reisender aus dem Raum Stuttgart ist mit undeklarierten Luxusgütern im Wert von über 24.000 Euro erwischt worden. Zollbeamte des Hauptzollamts Singen beschlagnahmten die Waren, darunter hochwertige Kleidung und eine Armbanduhr.
Der Mann räumte ein, zollpflichtige Güter transportiert zu haben, behauptete jedoch, bei seiner vorherigen Grenzüberquerung sei kein Zollpersonal anwesend gewesen. Die Behörden haben nun ein Steuerhinterziehungsverfahren gegen ihn eingeleitet.
Nach deutschen Einfuhrbestimmungen dürfen Reisende ab 17 Jahren Waren aus Nicht-EU-Ländern im Wert von bis zu 300 Euro zollfrei einführen. Die beschlagnahmten Güter überschritten diese Freigrenze um mehr als das Achtzigfache.
Der Mann musste vor der Weiterreise etwa 4.600 Euro an Einfuhrabgaben begleichen. Die durchschnittlichen Zollsätze für undeklarierte Luxusgüter wie Kleidung und Schuhe liegen in der Regel zwischen 12 und 17 Prozent, abhängig von der Produktkategorie.
Der Fall wurde inzwischen an die Bußgeld- und Strafsachenstelle des Hauptzollamts Karlsruhe weitergeleitet. Die Ermittler prüfen nun, ob weitere Sanktionen verhängt werden.
Die unterbliebene Deklaration der Waren führte umgehend zu einem Steuerhinterziehungsverfahren. Zollbeamte bestätigten, dass die beschlagnahmten Güter die gesetzliche Freigrenze bei Weitem überstiegen.
Der Reisende beglich zwar die ausstehenden Abgaben, muss jedoch mit weiteren Konsequenzen im Rahmen eines möglichen Strafverfahrens rechnen.






