Marzahner Pride-Marsch fordert Solidarität mit queeren Geflüchteten und Migrant:innen
Dietlind Grein GrothMarzahner Pride-Marsch fordert Solidarität mit queeren Geflüchteten und Migrant:innen
Am kommenden Samstag findet der siebte Marzahner Pride-Marsch statt. Veranstaltet von Quarteera e.V. soll die Demonstration auf die Diskriminierung aufmerksam machen, der queere Geflüchtete und Migrant:innen ausgesetzt sind. Die Aktion ist Teil einer gesamten Themenwoche mit Filmvorführungen, Diskussionsrunden und Plakatkampagnen.
Die Marzahner Pride Week bietet ein vielfältiges Programm, um Sichtbarkeit und Solidarität zu fördern. Der Hauptumzug startet um 12 Uhr an der Allee der Kosmonauten, gefolgt von einem Kieztfest ab 14:30 Uhr.
Im vergangenen Jahr hatte die rechtsextreme Gruppe „Deutsche Jugend Voran“ zu einer Gegenkundgebung gegen den Marsch aufgerufen. Bisher gibt es in diesem Jahr keine Hinweise auf ähnliche Mobilisierungen, doch rechtsextreme Propaganda bleibt im Bezirk präsent. Vanessa Krah, die Queer-Beauftragte Marzahns, mahnt zur Wachsamkeit: Fast die Hälfte aller Pride-Veranstaltungen in Deutschland wurde 2023 durch Störungen beeinträchtigt.
Der Umzug und das Fest finden wie geplant statt. Veranstalter:innen und lokale Verantwortliche betonen angesichts vergangener Vorfälle und der anhaltenden rechtsextremen Aktivitäten im Viertel die Notwendigkeit von Aufmerksamkeit. Die Veranstaltung will Gemeinschaft stärken und gleichzeitig die Herausforderungen thematisieren, vor denen queere Geflüchtete und Migrant:innen stehen.






