Mercedes setzt auf Asien und beendet US-Dieselstreit mit Milliarden-Investitionen
Dietlind Grein GrothMercedes setzt auf Asien und beendet US-Dieselstreit mit Milliarden-Investitionen
Mercedes-Benz hat in den letzten Monaten zwei bedeutende finanzielle Schritte unternommen. Der Konzern einigte sich in den USA in einem Vergleich über Dieselemissions-Vorwürfe für rund 150 Millionen Dollar. Gleichzeitig investierte das Unternehmen etwa 191 Millionen Dollar in ein chinesisches Technologieunternehmen, um seine Präsenz in Asien auszubauen.
Im März 2023 schloss Mercedes-Benz den Kauf einer 3-Prozent-Beteiligung an Chongqing Qianli Technology ab. Die Investition in Höhe von rund 191 Millionen Dollar verschafft dem Autobauer Zugang zu fortschrittlichen „Smart-Cockpit“-Systemen und Fahrassistenztechnologien. Diese Innovationen sollen das Angebot des Unternehmens auf dem asiatischen Markt stärken.
Parallel dazu legte Mercedes-Benz einen langjährigen Streit über Dieselemissionen in den USA bei. Die Vergleichszahlung beläuft sich auf etwa 150 Millionen Dollar und beendet damit ein Kapitel regulatorischer Auseinandersetzungen. Die Meldung fällt mit einem Rekordhoch des Aktienkurses von 70,10 Dollar zusammen. Anleger reagierten positiv auf die strategischen Investitionen und die rechtliche Einigung.
Die 191-Millionen-Investition in Chongqing Qianli Technology sichert Mercedes-Benz eine Position in der nächsten Generation automobiltechnologischer Lösungen für Asien. Gleichzeitig räumt die 150-Millionen-Zahlung Unsicherheiten für das US-Geschäft aus dem Weg. Beide Schritte fallen in eine Phase, in der der Aktienwert des Unternehmens neue Höchststände erreicht.