Mirjam Kottmann bricht als erste Rollstuhl-Nachrichtensprecherin Barrieren im TV
Angelo BriemerMirjam Kottmann bricht als erste Rollstuhl-Nachrichtensprecherin Barrieren im TV
Mirjam Kottmann hat Geschichte geschrieben: Als erste Nachrichtensprecherin im Rollstuhl ist sie nun im deutschen Fernsehen zu sehen. Seit Februar gehört sie zum Team der Bayerischen Rundfunk-Nachrichten (BR) und wird künftig die Hauptausgaben um 16:00 Uhr und 18:30 Uhr präsentieren. Ihr Debüt wurde von Zuschauern und Kollegen gleichermaßen begeistert aufgenommen.
Kottmanns Karriere beim Bayerischen Rundfunk begann bereits 1997. Im Laufe der Jahre arbeitete sie für die ARD-Auslandsstudios in Rom und Wien, bevor sie nach Deutschland zurückkehrte. Zudem moderierte sie die Radiosendung "Leben mit Behinderung", in der sie Geschichten und Erfahrungen von Menschen mit unterschiedlichen Herausforderungen teilte.
Anfang Februar bestand sie erfolgreich das Vorsprechen für die Position als BR24-Nachrichtensprecherin. Ihre Probezeit am Moderationstisch stieß auf große Zustimmung und bestätigte ihren Platz im Team. Kottmann, die an Multipler Sklerose erkrankt ist, nutzt einen Rollstuhl – ein Novum für eine Nachrichtensprecherin im deutschen Fernsehen.
Ihre neue Rolle markiert einen wichtigen Schritt hin zu mehr Repräsentation in den deutschen Medien. Regelmäßig wird sie künftig bei BR24 die Nachmittags- und Abendnachrichten für das Publikum in ganz Bayern präsentieren.
Kottmanns Berufung setzt neue Maßstäbe für Inklusion im Rundfunk. Mit jahrzehntelanger Erfahrung bereichert sie das Moderationsteam von BR24. Ihr Auftritt vor der Kamera spiegelt einen Wandel wider: Deutsche Redaktionen werden vielfältiger.






