07 June 2026, 04:11

Mönchengladbach trotzt dem Wohnungsbau-Rückgang in NRW mit Rekordzahlen

Bau von Wohnungen in NRW sinkt    Moenchengladbach baut mehr Wohnungen

Mönchengladbach trotzt dem Wohnungsbau-Rückgang in NRW mit Rekordzahlen

Mönchengladbach verzeichnet einen deutlichen Anstieg beim Wohnungsbau und setzt damit dem landesweiten Rückgang in Nordrhein-Westfalen etwas entgegen. Die Stadt vollendete 2025 insgesamt 758 Wohnungen – fast dreimal so viele wie im Vorjahr. Gleichzeitig sank die Zahl der fertiggestellten Wohnungen im gesamten Bundesland auf den niedrigsten Stand seit 14 Jahren, mit einem Rückgang um 9,4 Prozent.

Der Fortschritt der Stadt folgt auf eine Initiative aus dem Jahr 2023, die den Wohnungsbau fördern sollte, darunter eine Kapitalerhöhung von 43 Millionen Euro für das städtische Wohnungsbauunternehmen WohnBau. Durch gezielte Beantragung zusätzlicher Landesmittel sicherte sich Mönchengladbach mehr Ressourcen, als ursprünglich vorgesehen waren. Dieser Schub trug dazu bei, die Wohnungsbauquote auf 28,4 pro 10.000 Einwohner zu steigern – 43 Prozent über dem Landesdurchschnitt und die dritthöchste unter den kreisfreien Städten.

Auch die Baugenehmigungen in Mönchengladbach stiegen 2025 um 73,6 Prozent. Die Stadt bewilligte Subventionen in Höhe von 43,2 Millionen Euro für 218 neue Wohneinheiten und erreichte damit fast den Rekordwert des Vorjahres.

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Demgegenüber kämpft der Wohnungsbausektor in Nordrhein-Westfalen mit erheblichen Problemen. Landesweit wurden nur noch 37.185 Wohnungen fertiggestellt – der niedrigste Wert seit 2011. Die Zahl der Baugenehmigungen ist seit 2020 um 27,4 Prozent gesunken, und die Bauquote liegt nun bei 19,8 pro 10.000 Einwohner. Steigende Kreditzinsen und Baukosten gelten als Hauptgründe für den Rückgang.

Mönchengladbachs proaktives Vorgehen hebt die Stadt in einem schwierigen Marktumfeld hervor. Die gestiegenen Fertigstellungszahlen und Genehmigungen unterstreichen den lokalen Erfolg angesichts eines breiteren regionalen Abschwungs. Landesweit bleibt der Wohnungsbau jedoch unter Druck, ohne dass sich kurzfristig eine Besserung abzeichnet.

Quelle