Münchens legendäre Holzrutschbahn begeistert seit 89 Jahren auf dem Oktoberfest
Angelo BriemerMünchens legendäre Holzrutschbahn begeistert seit 89 Jahren auf dem Oktoberfest
Seit 89 Jahren ist die Holzrutschbahn ein fester Bestandteil des Münchner Oktoberfests. Jedes Jahr stellen sich Besucher an, um auf der rasanten hölzernen Rutschbahn ihr Gleichgewicht zu testen. Gelächter und Jubel erfüllen die Luft, wenn die Fahrgäste die 40 Meter lange Strecke hinuntersausen.
Die Fahrt beginnt mit einem Förderband, das die Teilnehmer mit etwa 11 km/h nach oben befördert. Oben angekommen, rutschen sie auf einer Matte hinab und kämpfen darum, nicht umzukippen. Das Halten des Gleichgewichts ist die größte Herausforderung – und gleichzeitig der Hauptgrund für den Spaß.
Konrad, der heutige Betreiber, übernahm das Familienunternehmen 2012 und führt es nun in der sechsten Generation. Er betreibt die Rutschbahn ausschließlich während des Oktoberfests und bleibt damit der Tradition treu. Während des Festes leben er und seine Familie in einem Wohnwagen vor Ort und organisieren den täglichen Ablauf.
Mitarbeiter behalten die Fahrgäste genau im Blick und greifen ein, falls jemand in Gefahr gerät. Zwar gibt es ähnliche Rodelbahnen auch anderswo – etwa die 4.400 Meter lange Molignon-Rodelbahn in Italien oder die beliebte Strecke im österreichischen Lachtal – doch die Münchner Variante bleibt wegen ihrer langjährigen Verbindung zum Oktoberfest einzigartig.
Die Holzrutschbahn zieht weiterhin mit ihrer Mischung aus Tempo und Albernheit die Massen an. Als eine der ältesten Attraktionen des Festes bleibt sie unter Konrads Führung ihren Wurzeln treu. Die Fahrgäste steigen lachend aus – und oft mit dem Wunsch, gleich noch einmal zu rutschen.






