Neuer Anti-Doping-Code 2027: Nada verschärft globale Regeln für sauberen Sport
Hiltraud HamannNeuer Anti-Doping-Code 2027: Nada verschärft globale Regeln für sauberen Sport
Nationale Anti-Doping-Agentur Deutschlands (Nada) stellt auf Pressekonferenz neuen Welt-Anti-Doping-Code 2027 vor
Die Nationale Anti-Doping-Agentur Deutschlands (Nada) hat am Dienstag ihre jährliche Pressekonferenz abgehalten, bei der der kommende Welt-Anti-Doping-Code 2027 im Mittelpunkt stand. Die neuen Regelungen, die am 1. Januar 2027 in Kraft treten, sollen die globalen Dopingbekämpfungsmaßnahmen mit strengeren Standards und klareren Verfahren stärken.
Der überarbeitete Kodex überträgt den Nationalen Anti-Doping-Organisationen die volle Verantwortung für nationale Dopingkontrollen, die Ergebnisverwaltung und disziplinarische Maßnahmen. Diese Neuausrichtung soll die Durchsetzung vereinfachen und Unterschiede zwischen verschiedenen Sportarten und Ländern verringern.
Die Nada hat in diesem Bereich bereits Fortschritte erzielt und arbeitet eng mit anderen Sektoren zusammen, um Ermittlungen zu verbessern. Zudem übernahm die Agentur eine führende Rolle bei der Ausarbeitung des neuen internationalen Standards für Intelligence und Untersuchungen, der künftig in einem eigenen, dedizierten Rahmenwerk operieren wird.
2026 wird die Nada mit den nationalen Sportverbänden zusammenarbeiten, um den aktualisierten Kodex umzusetzen. Zu den Änderungen gehören stärkere Schutzmechanismen für Menschenrechte, insbesondere für Minderjährige und vulnerable Gruppen. Lars Mortsiefer, Vorstandsvorsitzender und juristischer Leiter der Nada, bezeichnete den Code als das „Fundament für die Harmonisierung der globalen Anti-Doping-Bemühungen“ und betonte, dass Zusammenarbeit entscheidend für wirksame Maßnahmen bleibe.
Mortsiefer unterstrich die Bedeutung einer abgestimmten Vorgehensweise zwischen den Organisationen. Ohne koordinierte Anstrengungen, warnte er, könnten Lücken in der Umsetzung den Kampf für einen sauberen Sport untergraben.
Der Welt-Anti-Doping-Code 2027 führt schärfere Regeln und klarere Verantwortlichkeiten für nationale Agenturen ein. Mit der Umsetzung in etwas mehr als einem Jahr wird die Nada weiterhin mit Partnern zusammenarbeiten, um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten. Im Fokus stehen weiterhin der Schutz der Athletinnen und Athleten sowie die Wahrung der Chancengleichheit im Sport.
