24 May 2026, 16:19

Niedersachsen setzt auf Tiefe Geothermie als Schlüssel für die Wärmewende

Diese Regionen eignen sich gut für geothermische Projekte

Niedersachsen setzt auf Tiefe Geothermie als Schlüssel für die Wärmewende

Neue Kartenserie zeigt Potenzial für Tiefe Geothermie in Niedersachsen

Eine neue Kartenserie soll helfen, das Potenzial der Tiefengeothermie in Niedersachsen zu erschließen. Das vom Niedersächsischen Geothermie-Dienst (NGD) geleitete Projekt identifiziert Gebiete mit besonders günstigen Voraussetzungen, um Wärme aus tiefen Gesteinsschichten zu gewinnen. Behördenvertreter betonen, dass die Daten eine Schlüsselrolle beim Ausbau erneuerbarer Energien in der Region spielen könnten.

Im Fokus stehen Sandsteinschichten der Exter-Formation aus der Keuper-Zeit, die über 200 Millionen Jahre alt sind. Diese Gesteine, in bis zu 2.600 Metern Tiefe gelegen, enthalten Thermalwasser mit Temperaturen von über 100 Grad Celsius. Geothermische Anlagen können das heiße Wasser an die Oberfläche fördern, die Energie nutzen und über Fernwärmenetze oder direkt an industrielle Großabnehmer verteilen.

Die Kartenserie basiert auf Daten aus mehr als 1.100 Tiefbohrungen in Niedersachsen – größtenteils aus früheren Erdöl- und Erdgaserkundungen, die nun für die Planung erneuerbarer Energien genutzt werden. Tiefe Geothermieprojekte erfordern in der Regel Bohrungen ab 400 Metern, wobei die meisten deutschen Anlagen zwischen 2.000 und 3.500 Meter tief reichen.

Das Interesse an Tiefengeothermie wächst bei Kommunen, Energieversorgern und energieintensiven Unternehmen. Dennoch bremsen hohe Bohrkosten und Erkundungsrisiken die Entwicklung in Norddeutschland. Die Karten des NGD sind öffentlich zugänglich und bieten Planern sowie Gemeinden ein Werkzeug, um geeignete Standorte zu identifizieren.

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Behörden sehen in der Tiefengeothermie einen zukünftigen Eckpfeiler der Energiewende in Niedersachsen. Weitere Informationen zu der Technologie und ihren Anwendungsmöglichkeiten finden sich auf der Website des Landesamts für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG).

Die neu veröffentlichten Karten liefern eine detaillierte Übersicht über das geothermische Potenzial in Niedersachsen. Durch die Nutzung bestehender Bohrdaten will der NGD Investitionsrisiken verringern und die Projektentwicklung beschleunigen. Die Initiative kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Nachfrage nach sauberer, regional erzeugter Wärme in der Region weiter steigt.

Quelle