Porsche hält an der günstigen 718-Baureihe fest – trotz Rekordverlusten und sinkender Absätze
Dietlind Grein GrothPorsche hält an der günstigen 718-Baureihe fest – trotz Rekordverlusten und sinkender Absätze
Porsche hat nach monatelanger Unsicherheit die Zukunft seiner Einstiegsbaureihe 718 bestätigt. Die Entscheidung fällt in eine Phase rückläufiger Verkäufe und der schwächsten Finanzkennzahlen seit über 15 Jahren. Der seit Januar amtierende Vorstandsvorsitzende Michael Leiters leitet nun die Maßnahmen ein, um das Unternehmen zu stabilisieren.
Die Produktion des Vorgängermodells der 718-Reihe war bereits im vergangenen Herbst eingestellt worden, sodass deren Fortführung fraglich erschien. Unter Leiters’ Führung hat Porsche nun beschlossen, die vergleichsweise erschwingliche Baureihe beizubehalten, um neue Kundengruppen zu gewinnen.
Für das Jahr 2025 verzeichnete das Unternehmen einen drastischen Rückgang des Nettogewinns um über 90 Prozent. Auch die Absatzzahlen gingen zurück, weshalb die Produktionskapazitäten unter die Marke von 280.000 Fahrzeugen – die im Vorjahr verkauft wurden – gesenkt werden sollen. Um trotz geringerer Stückzahlen profitabel zu bleiben, will Porsche enger mit Audi zusammenarbeiten.
Leiters drängt auf eine zügige Einigung über ein zweites Sparpaket noch vor der werksweiten Sommerpause im Juli. Ziel ist es, den Mitarbeitenden Klarheit über die geplanten Maßnahmen zu verschaffen. Die 718-Reihe wird weiterhin produziert, um neue Käufer anzusprechen, während sich das Unternehmen an die geringeren Produktionsvolumina anpasst. Gleichzeitig müssen Kosten gesenkt und die Effizienz gesteigert werden, um die Rentabilität zu sichern. Die Belegschaft wird in Kürze über die anstehenden Veränderungen informiert.






