Porsche ruft 22.000 Cayenne-Diesel wegen illegaler Abgas-Software zurück
Angelo BriemerPorsche ruft 22.000 Cayenne-Diesel wegen illegaler Abgas-Software zurück
Porsche hat rund 22.000 Dieselmodelle des Cayenne in Europa zurückgerufen, nachdem in den von Audi gelieferten Motoren illegale Software entdeckt wurde. Das Problem geht auf Abschalteinrichtungen zurück, die in den Motoren installiert waren, und hat eine groß angelegte Reaktion des Herstellers ausgelöst.
Bei den betroffenen Fahrzeugen wurde eine verbotene Software identifiziert, die darauf ausgelegt war, Abgastests zu manipulieren. Porsche hat inzwischen ein korrigierendes Update für diese Fahrzeuge entwickelt. Dieses wartet derzeit noch auf die Genehmigung des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA).
Das Unternehmen schätzt die finanziellen Auswirkungen auf etwa 200 Millionen Euro. Diese Summe deckt die Kosten für die Software-Updates, Rechtsstreitigkeiten, Mietwagen für betroffene Kunden sowie den Wertverlust von Leasingfahrzeugen ab. Porsche plant, diese Kosten über Schadensersatzforderungen gegen Audi im Rahmen der bestehenden Lieferantenverträge zurückzuerstatten.
Audi hat sich bereit erklärt, Porsche zu entschädigen, wobei die endgültige Summe möglicherweise nicht der ursprünglichen Schätzung von 200 Millionen Euro entspricht.
Von dem Rückruf sind tausende Cayenne-Dieselbesitzer in ganz Europa betroffen. Porsche wird das genehmigte Software-Update umsetzen, sobald das KBA seine Zustimmung erteilt hat. Die finanzielle Belastung wird größtenteils durch Audis Entschädigungszahlungen ausgeglichen, was die langfristigen Folgen für Porsche abmildert.






