Preisfehler an Shell-Tankstelle löst Massenandrang aus – Sprit für unter 1,90 Euro
Sylke SchmiedtPreisfehler an Shell-Tankstelle löst Massenandrang aus – Sprit für unter 1,90 Euro
Tankstelle in Straubenhardt sorgt für Aufsehen nach Preispanne
An einer Shell-Tankstelle in Straubenhardt kam es am Mittwochabend zu einem ungewöhnlichen Ansturm, nachdem ein Preisfehler die Spritkosten drastisch gesenkt hatte. Superbenzin kostete plötzlich nur noch 1,87 Euro pro Liter, während der Preis für E10 auf 1,81 Euro fiel. Die plötzliche Verbilligung lockte zahlreiche Autofahrer an – innerhalb von weniger als drei Stunden tankten rund 100 Kunden an der Station.
Wie Shell später bestätigte, handelte es sich um einen Fehler. Betroffen war ausschließlich diese eine Tankstelle; nach dem starken Andrang wurde der Preis wieder korrigiert. Um die unerwartete Kundschaft zu bewältigen, verlängerte die Station sogar ihre Öffnungszeiten.
Nach deutschem Recht müssen die Spritpreise sowohl auf dem Hauptschild als auch an der Zapfsäule übereinstimmen. Weichen sie voneinander ab, gilt der an der Säule angezeigte Preis als rechtlich bindend. Kunden, die solche Abweichungen bemerken, können sich an den Stationsleiter wenden. Werden solche Fehler nicht behoben, können Abmahnungen oder sogar rechtliche Konsequenzen drohen.
Der Vorfall zeigt, wie seltene Preisirrtümer für Chaos sorgen können. Zwar wurde dieser Fall schnell bereinigt, doch ähnliche Zwischenfälle führten in der Vergangenheit bereits zu Beschwerden und Ermittlungen.
Nach der Korrektur des Fehlers kehrte die Tankstelle zum normalen Betrieb zurück. Autofahrer, die von den niedrigeren Preisen profitierten, zahlten den an der Zapfsäule angezeigten – und damit rechtlich gültigen – Betrag. Die Behörden erinnern daran, stets den Preis an der Säule zu prüfen, um Streitigkeiten zu vermeiden.






