Prozess um Sozialbetrug und Corona-Hilfen: 49-Jähriger muss sich in Freiburg verantworten
Dietlind Grein GrothProzess um Sozialbetrug und Corona-Hilfen: 49-Jähriger muss sich in Freiburg verantworten
Am 30. März muss sich ein 49-jähriger Mann vor dem Landgericht Freiburg verantworten
Der Angeklagte wird beschuldigt, in Freiburg ein Unternehmen betrieben zu haben, in dem er etwa 25 Mitarbeiter schwarz beschäftigte. Durch die fehlende Anmeldung bei der Sozialversicherung entging er der Zahlung von rund 188.000 Euro an Beiträgen. Den Ermittlungen zufolge hielt er in dieser Zeit zudem wiederholt Löhne zurück und zweckentfremdete sie.
Im Frühjahr 2020 soll er zudem falsche Angaben gemacht haben, um Corona-Soforthilfen zu erschleichen. Durch diese betrügerische Antragstellung erhielt er illegal rund 60.000 Euro an staatlichen Hilfsgeldern.
Im Prozess werden die Beweise für diese Straftaten über einen Zeitraum von fast zwei Jahren geprüft. Die Staatsanwaltschaft wird Details zur nicht angemeldeten Beschäftigung, den vorenthaltenen Sozialabgaben und dem Missbrauch von Subventionen vorlegen.
Die Verhandlung findet im kommenden Jahr vor dem Landgericht Freiburg statt. Bei einer Verurteilung drohen dem Angeklagten Strafen wegen Sozialversicherungsbetrugs, Lohnvorenthaltung und Subventionsbetrugs. Im Mittelpunkt des Verfahrens stehen die finanziellen Folgen für die Beschäftigten sowie die öffentlichen Haushalte.






