09 March 2026, 16:19

Qualzucht bei Hunden: Warum Englische Bulldogs und Möpse chronisch leiden

Ein Blatt mit einer Zeichnung einer Gruppe von Menschen und Tieren, darunter ein Hund, der an einem Holzpfahl hängt, sowie einige Schrift, die wahrscheinlich die Auswirkungen der Hundesteuer beschreibt.

Qualzucht bei Hunden: Warum Englische Bulldogs und Möpse chronisch leiden

Deutschlands Tierschutzgesetz rückt die Risiken übermäßiger Zucht bei Haustieren in den Fokus. Bestimmte Hunderassen, die als "Qualzuchten" bekannt sind, leiden häufig unter chronischen Gesundheitsproblemen aufgrund extremer körperlicher Merkmale. Behörden drängen nun auf strengere Vorschriften, um weiteres Leid bei Tieren zu verhindern, die für ihr Aussehen statt für ihr Wohlbefinden gezüchtet werden.

Der Landesrat für Tierschutz hat besonders Bedenken bei Rassen wie Englischen Bulldogs, Französischen Bulldogs, Mopsen und Dachshunden geäußert. Diese Hunde entwickeln oft das brachyzephale Syndrom, eine Erkrankung, die durch ihre verkürzten Schnauzen zu schweren Atemproblemen führt. Auch Wirbelsäulenfehlbildungen und Hüftdysplasie belasten viele dieser Rassen und führen zu lebenslangen Schmerzen sowie einer verkürzten Lebenserwartung.

Laut dem aktuellen Tierschutzgesetz ist die Zucht von Tieren mit vorhersagbaren, schmerzhaften Defekten bereits verboten. Der Rat betont jedoch, dass klarere Kriterien notwendig sind, um dieses Verbot wirksamer durchzusetzen. Die Expertengruppe berät das Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, wie die Definitionen unzulässiger Zuchtpraktiken verschärft werden können.

Staatssekretärin Sabine Kurtz appelliert an potenzielle Hundebesitzer, sich vor dem Kauf über *"Qualzucht"-Merkmale zu informieren. Sie warnt, dass solche Tiere oft hohe Tierarztkosten verursachen und frühzeitig sterben. Die Empfehlungen des Rates zielen darauf ab, das Leid zu verringern, indem die Nachfrage nach Rassen mit genetischen Gesundheitsproblemen sinkt.

Der Vorstoß für strengere Zuchtregeln kommt zu einer Zeit, in der immer mehr Belege den Zusammenhang zwischen extremen körperlichen Merkmalen und langfristigem Tierleid belegen. Sollten die vorgeschlagenen Änderungen umgesetzt werden, würden sie helfen, bestehende Verbote von Zuchtpraktiken durchzusetzen, die chronische Schmerzen verursachen. Sowohl Halter als auch Züchter könnten bald klarere rechtliche Grenzen vorfinden, was eine verantwortungsvolle Haustierzucht ausmacht.

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