29 March 2026, 16:17

Regionalverkehr in Südwestdeutschland bleibt trotz Fortschritten unterkritisch

Detailiertes altes Kartenbild von Baden-Württemberg, Deutschland, mit Text oben und unten, das Straßen, Städte und geografische Merkmale zeigt.

Regionalverkehr in Südwestdeutschland bleibt trotz Fortschritten unterkritisch

Regionalverkehr in Südwestdeutschland zeigt leichte Besserung – doch Qualität bleibt niedrig

Im zweiten Halbjahr 2024 verzeichnete der Regionalverkehr in Südwestdeutschland leichte Fortschritte, doch insgesamt bleibt die Qualität auf niedrigem Niveau. Die aktuelle Bewertung umfasste 33 Strecken in Baden-Württemberg, bei denen Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und Zufriedenheit der Fahrgäste gemessen wurden. Während einige Netze deutliche Verbesserungen zeigten, kämpften viele weiterhin mit Verspätungen und mangelnder Sauberkeit.

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Die Durchschnittsnote für die Regionalbahnen stieg leicht auf 45,4 von 100 Punkten – ein minimaler Anstieg gegenüber 44,6 Punkten im Vorjahr. Nur zehn der 33 Netze erreichten mehr als 50 Punkte, was auf anhaltende Probleme hindeutet. Besonders schlecht war die Lage Ende 2022, als der Durchschnitt mit 36,7 Punkten einen Tiefstand erreichte.

Als deutlich verbessert stach die Bodensee-Gürtelbahn hervor: Betreiber DB Regio steigerte hier die Bewertung um 36 Punkte. Weitere Spitzenreiter waren die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) im Netz Klettgau, die Schwäbische Alb-Bahn sowie die SBB-Strecke Schaffhausen–Singen. Deutlich hinter den Erwartungen blieben dagegen Arverio auf den Strecken Franken/Enz- und Murrbahn sowie DB Regio im Hochrhein-Netz.

Bundesweit verschlechterte sich die Pünktlichkeit von DB Regio zu Beginn des Jahres 2026: Im Januar lag sie bei 87,2 Prozent, im Februar bei 88,7 Prozent – jeweils niedriger als in den entsprechenden Monaten 2025. Das Unternehmen führte den Rückgang auf Extremwetter im Winter, Infrastrukturprobleme und hohe Baustellenaktivität zurück. Gleichzeitig beklagten Fahrgäste eine nachlassende Sauberkeit in den Zügen, was die ohnehin bestehenden Bedenken verstärkte.

Trotz leichter Fortschritte bei Pünktlichkeit und Sitzplatzkapazitäten bleibt die Qualität des Regionalverkehrs in Baden-Württemberg unter den Erwartungen. Die aktuellen Zahlen zeigen zwar Fortschritte auf einzelnen Strecken, doch die strukturellen Mängel im gesamten Netz bestehen fort. Bisher haben Betreiber und Behörden die regionalen Leistungsunterschiede noch nicht gezielt angegangen.

Quelle