Rentenreform: Ökonomin Grimm fordert radikale Kurskorrekturen bei Minijobs und Selbstständigen
Dietlind Grein GrothRentenreform: Ökonomin Grimm fordert radikale Kurskorrekturen bei Minijobs und Selbstständigen
Veronika Grimm, Wirtschaftsexpertin aus Nürnberg, hat ihre Position zur Rentenreform dargelegt. Sie befürwortet grundlegende Änderungen, lehnt aber einige Vorschläge der Rentenkommission ab.
Grimm begrüßt den Plan, Minijobs weitgehend abzuschaffen. Sie schlägt vor, sie nur noch für Studierende zuzulassen. Dadurch, so ihre Argumentation, würden die Arbeitsanreize für Geringverdiener steigen.
Zwei zentrale Reformen unterstützt sie ausdrücklich: die Kopplung des Renteneintrittsalters an die steigende Lebenserwartung sowie das Ende der Rente mit 63 Jahren.
In anderen Punkten weicht Grimm jedoch von der Kommission ab. Sie lehnt eine Pflichtversicherung für Selbstständige ab und plädiert stattdessen dafür, ihnen kapitalgedeckte Altersvorsorge zu ermöglichen – diese biete ihrer Ansicht nach deutlich höhere Renditen als das heutige Umlagesystem. Auch die Einbeziehung von Beamten in die gesetzliche Rentenversicherung hält sie für falsch.
Grimm will Teile des Rentensystems umgestalten: mehr Wahlfreiheit für Selbstständige, aber strengere Regeln für Minijobs. Einige ihrer Forderungen decken sich mit den Kommissionsplänen, in anderen Punkten setzt sie klare Gegenakzente.
