08 June 2026, 06:09

Rheinmetall verkauft Power-Systems-Sparte für 350 Millionen Euro an AEQUITA

Rheinmetall verkauft zivile Sparte, um sich auf Verteidigung zu konzentrieren

Rheinmetall verkauft Power-Systems-Sparte für 350 Millionen Euro an AEQUITA

Rheinmetall verkauft zivile Power-Systems-Sparte an AEQUITA für vorläufig 350 Millionen Euro

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Rheinmetall hat sich mit der Investmentfirma AEQUITA auf den Verkauf seiner zivilen Sparte Power Systems für vorläufig 350 Millionen Euro geeinigt. Der Deal markiert einen weiteren Schritt in der Neuausrichtung des Konzerns auf die Rüstungsproduktion. Beide Seiten bewerten die Transaktion als Meilenstein in ihren jeweiligen Unternehmensstrategien.

Die Sparte, die im vergangenen Jahr einen Umsatz von rund zwei Milliarden Euro erzielte, beschäftigt etwa 6.250 Mitarbeiter. Laut Vereinbarung übernimmt AEQUITA das Geschäft, wird es jedoch als eigenständige Einheit weiterführen. Die Marken Pierburg, Kolbenschmidt und Motorservice bleiben unter der Kontrolle von AEQUITA.

Rheinmetall-Chef Armin Papperger bezeichnete den Verkauf als „bedeutenden Meilenstein in der Unternehmensgeschichte“. Die Entscheidung folgt auf frühere Desinvestitionen, darunter der Verkauf der Groß- und Kleinbohrkolbenaktivitäten in den Jahren 2023 und 2024. Gleichzeitig betonte Axel Geuer, Vorstandsvorsitzender und Co-CEO von AEQUITA, dass die Übernahme den Umsatz im Automobilsegment auf etwa fünf Milliarden Euro steigern werde.

Im Rahmen der Umstrukturierung behält Rheinmetall drei deutsche Standorte in einem Joint Venture mit KS Huayu AluTech. Das spanische Werk von Pierburg S.A. in Abadiano wird zunächst sowohl zivile als auch militärische Produkte fertigen, bevor es vollständig auf Rüstungsgüter umstellt. Die Einheit Dermalog SensorTec wird in die Rheinmetall-Sparte Waffe und Munition integriert und bleibt am bisherigen Standort in Neuss.

Der Abschluss des Deals steht noch unter dem Vorbehalt von Anpassungen und behördlichen Genehmigungen. Die Finalisierung wird im vierten Quartal 2026 erwartet. Mit dem Verkauf festigt Rheinmetall seine Konzentration auf Rüstungstechnik, während AEQUITA seine Automobilaktivitäten ausbaut. Beide Unternehmen unterstreichen mit der Transaktion ihre strategische Neuausrichtung in ihren Kernmärkten.

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