"Sascha" kehrt zurück: Der Austro-Daimler ADS-R fährt wieder durch Wiener Neustadt
Angelo Briemer"Sascha" kehrt zurück: Der Austro-Daimler ADS-R fährt wieder durch Wiener Neustadt
Ein historisches Rennfahrzeug kehrt an seinen Ursprung zurück: Wiener Neustadt in Österreich
Der Austro-Daimler ADS-R, liebevoll "Sascha" genannt, wurde vor über einem Jahrhundert von Ferdinand Porsche konstruiert. Als ältestes fahrbereites Fahrzeug im Porsche-Museum unternahm er kürzlich eine besondere Reise zurück in die Stadt, in der er einst entstand.
Mit 45 Jahren entwarf Ferdinand Porsche den ADS-R. Sein Ziel war ein kleines, leichtes und erschwingliches Viersitzer-Modell für die Serienfertigung. Das Fahrzeug nutzte das Fahrgestell eines geplanten Straßenwagens, war jedoch mit einem 1,1-Liter-Reihenvierzylinder ausgestattet, der fast 50 PS leistete.
Vier ADS-R-Prototypen gingen 1922 beim Targa Florio an den Start – und belegten prompt den ersten und zweiten Platz. Damit bewiesen sie das Potenzial des Designs. Doch trotz dieses Erfolgs verhinderten wirtschaftliche Schwierigkeiten in Österreich und Deutschland die Serienproduktion.
Das Projekt wurde zwar eingestellt, doch das Erbe des Wagens blieb bestehen. 1931 gründete Porsche sein eigenes Ingenieurbüro. Heute erinnern Straßen in Wiener Neustadt wie der Ferdinand-Porsche-Ring an die automobilistische Vergangenheit der Stadt.
Kürzlich restaurierten Porsche und das Magazin Christophorus den ADS-R für seine Rückkehr. Der Wagen steht nun als seltenes, fahrbereites Zeugnis der frühen österreichischen Motorsportgeschichte.
Die Rückkehr des ADS-R nach Wiener Neustadt verbindet Vergangenheit und Gegenwart. Er bleibt ein funktionierendes Beispiel für Ferdinand Porsches frühes ingenieurtechnisches Können. Sein Erhalt unterstreicht zudem den anhaltenden Einfluss der Innovationen von Austro-Daimler.






