15 April 2026, 10:13

Staat setzt Pensionsgelder auf umstrittenen Kenfo-Fonds – trotz fossiler Verbindungen

Alte deutsche Regierungstitelurkunde mit gedrucktem Text und numerischen Details.

Staat setzt Pensionsgelder auf umstrittenen Kenfo-Fonds – trotz fossiler Verbindungen

Der Staat hat Pläne bekannt gegeben, Pensionsgelder am Kapitalmarkt anzulegen. Für die Abwicklung dieser Investitionen setzt er auf den Kenfo-Fonds, der von sich behauptet, auf Nachhaltigkeit zu achten. Der Fonds stand in der Vergangenheit jedoch in der Kritik, weil er Projekte der fossilen Energiewirtschaft unterstützt hat.

Ab 2024 werden drei große Vermögensverwalter die Investitionen des Kenfo-Fonds steuern: die Amundi Deutschland GmbH, die Jp Morgan Asset Management (UK) Limited und die Morgan Stanley Investment Fund Management (Ireland) Limited. Diese Unternehmen agieren als "beauftragte Vermögensverwalter" im Auftrag des Fonds.

Der Kenfo-Fonds betont, bei seinen Anlagen strenge Nachhaltigkeitskriterien zu beachten. Doch seine Partner unterhalten enge Verbindungen zur fossilen Energiewirtschaft. Allein Jp Morgan hält Aktien im Wert von über 23 Milliarden US-Dollar an entsprechenden Unternehmen. Die Bank besitzt zudem Anleihen von fossilen Energieunternehmen im Wert von mehr als einer Milliarde US-Dollar – ähnlich wie Amundi.

Kritiker hatten bereits früher die Glaubwürdigkeit des Fonds in Sachen Nachhaltigkeit infrage gestellt. Trotz seiner erklärten Prioritäten flossen Gelder in der Vergangenheit auch in Unternehmen, die an neuen fossilen Projekten beteiligt waren.

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Der Kenfo-Fonds wird die Pensionsinvestitionen zunächst selbst verwalten und verweist dabei auf seine Branchenerfahrung. Die Auswahl der Vermögensverwalter – allesamt mit erheblichen Beteiligungen an fossilen Energien – wirft jedoch Fragen auf, wie die Nachhaltigkeitsstandards des Fonds in der Praxis umgesetzt werden sollen. Die Entscheidungen des Fonds werden letztlich darüber bestimmen, wohin Milliarden an Rentengeldern fließen.

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