Steuertipps für Vereine: Was Ehrenamtliche in Hünfeld jetzt wissen müssen
Dietlind Grein GrothSteuertipps für Vereine: Was Ehrenamtliche in Hünfeld jetzt wissen müssen
Hünfeld veranstaltete kürzlich seinen fünften Infoabend für Ehrenamtliche in der Lokomotivhalle. Die Veranstaltung zog Mitglieder lokaler Vereine und engagierte Freiwillige an, die sich über die Buchführung in gemeinnützigen Organisationen informieren wollten. Im Mittelpunkt stand diesmal das Thema Steuern und ihre Auswirkungen auf Vereine.
Sandra Oechler, eine zugelassene Steuerberaterin, hielt einen 90-minütigen Vortrag über die finanziellen Regelungen für Non-Profit-Organisationen. Sie erläuterte, dass Vereine ihre Tätigkeiten in zwei zentrale Bereiche unterteilen müssen: die ideelle Arbeit und wirtschaftliche Geschäftsbetriebe. Während ideelle Aktivitäten steuerfrei bleiben, unterliegen wirtschaftliche Tätigkeiten einer begünstigten Besteuerung.
Oechler betonte, wie wichtig es ist, dass Vereine sich strikt an ihre satzungsgemäßen Zwecke halten. Kommerzielle Aktivitäten würden erst ab einem Jahresumsatz von über 50.000 Euro steuerpflichtig. Zudem ging sie auf aktuelle Änderungen bei Freibeträgen ein, darunter die Erhöhung des steuerfreien Übungsleiterfreibetrags auf 3.300 Euro pro Jahr ab Januar 2026.
Auch der Ehrenamtsfreibetrag steigt ab kommendem Jahr auf 960 Euro jährlich. Im Anschluss an den Vortrag erhielten die Teilnehmer eine Einführung in den Treffpunkt Aktiv sowie die Ehrenamtsangebote des Landkreises.
Der Abend bot klare Orientierung zu steuerlichen Vorschriften für lokale Vereine. Die Ehrenamtlichen verließen die Veranstaltung mit aktuellen Informationen zu Freibeträgen und Befreiungen. Die Veranstaltung unterstrich, wie entscheidend eine korrekte Buchführung für gemeinnützige Organisationen ist.






