16 April 2026, 10:15

Streikwelle in Sachsen-Anhalt: Arbeiter kämpfen gegen Ost-West-Lohngefälle

Schwarz-weißes Gravur von einem Mann, der eine Schubkarre mit Kohle in einer Fabrik schiebt, mit Rauch, der aus einem Schornstein aufsteigt und verstreuten Gegenständen im Hintergrund.

Streikwelle in Sachsen-Anhalt: Arbeiter kämpfen gegen Ost-West-Lohngefälle

Arbeiter in Sachsen-Anhalt streiken diese Woche für höhere Löhne

In Sachsen-Anhalt legen Beschäftigte diese Woche die Arbeit nieder, um gegen niedrige Löhne zu protestieren. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hat zu Streiks bei zwei Unternehmen der Schwarz-Gruppe aufgerufen. Mitarbeiter in der Region verdienen derzeit teilweise nur 900 Euro im Monat – deutlich weniger als an anderen Standorten des Konzerns.

Die Arbeitsniederlegungen begannen heute beim Backwarenhersteller Bonback im Star Park Halle Queis und sollen auch morgen fortgesetzt werden. Das ursprünglich unter dem Namen ARTIback bekannte Unternehmen wurde vor zwei Jahren von der Schwarz-Gruppe übernommen und später in BONBACK umbenannt. Die Beschäftigten fordern unter dem Motto "Reißt die Lohnmauer nieder!" höhere Bezüge.

Gleichzeitig läuft bei MEG, einem Getränkehersteller in Weißenfels – ebenfalls im Besitz der Schwarz-Gruppe –, ein dreitägiger Streik. Die NGG wirft dem Unternehmen vor, die Lohnungleichheit zwischen Ost- und Westdeutschland aufrechtzuerhalten. In einer Stellungnahme erklärte die Gewerkschaft: "Wir weigern uns, die Billiglohnzone des Ostens zu bleiben."

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Die Schwarz-Gruppe, zu der auch Kaufland und Lidl gehören, hat auf die Forderungen der NGG bisher nicht reagiert. Die Gewerkschaft besteht darauf, dass die Löhne in Sachsen-Anhalt an die Standards anderer Unternehmensstandorte angeglichen werden müssen.

Die Streiks werden sich über mehrere Tage hinziehen und die Produktion bei Bonback und MEG beeinträchtigen. Die NGG-Kampagne unterstreicht den wachsenden Druck auf Arbeitgeber, regionale Lohnunterschiede zu beseitigen. Sollten die Verhandlungen keine Fortschritte bringen, könnten weitere Arbeitskämpfe folgen.

Quelle