Stuttgart 21 startet 2027 – doch nur stückweise und mit Milliardenkosten
Sylke SchmiedtStuttgart 21 startet 2027 – doch nur stückweise und mit Milliardenkosten
Stuttgart 21: Teilinbetriebnahme ab 2027 – nach Jahren der Verzögerungen und explodierender Kosten
Das Bahnprojekt Stuttgart 21 soll nun ab 2027 schrittweise in Betrieb gehen. Nach jahrelangen Verzögerungen und stark gestiegenen Kosten – das aktuelle Budget liegt bei rund 11,3 Milliarden Euro – wird die schrittweise Eröffnung zunächst einige Züge durch den neuen unterirdischen Bahnhof fahren lassen, bevor der Vollbetrieb startet.
Der Bau des unterirdischen Hauptbahnhofs bleibt weiterhin auf Kurs für eine Inbetriebnahme im Dezember 2026. Allerdings werden nicht alle Züge sofort dorthin umgeleitet. Zuerst werden Fernverkehrszüge und ausgewählte Regionalverbindungen den neuen Bahnhof nutzen, während ein Teil des Regionalverkehrs bis Juli 2027 weiterhin den alten oberirdischen Kopfbahnhof ansteuert.
Stufenweise Inbetriebnahme nötig für Anbindung an Bestandsstrecken Die schrittweise Einführung ist erforderlich, um die neue Infrastruktur mit den bestehenden Gleisen zu verknüpfen. Bis März 2027 wird die Gäubahn weiterhin direkt über die heutige Hochstrecke zum Stuttgarter Hauptbahnhof fahren. Mit der Eröffnung des unterirdischen Bahnhofs dürften diese Direktverbindungen jedoch entfallen, da die Gäubahn dann nicht mehr durch die Innenstadt führen wird.
Verzögerungen prägten das Projekt – doch ein Teilabschnitt ist bereits fertig Seit Beginn des Projekts häufen sich die Verzögerungen. Dennoch wurde die Schnellfahrstrecke Wendlingen–Ulm, die Teil von Stuttgart 21 ist, bereits 2022 fertiggestellt und in Betrieb genommen. Die vollständige Nutzung des unterirdischen Bahnhofs mit allen acht Gleisen wird jedoch frühestens 2027 erwartet.
Schrittweise Eröffnung ab Ende 2026 Der neue Tiefbahnhof wird ab Ende 2026 in Etappen eröffnet. Zuerst verlegen Fern- und bestimmte Regionalzüge ihre Haltestelle, während ältere Strecken schrittweise auslaufen. Das gesamte System inklusive aller Anschlüsse soll frühestens 2027 voll funktionsfähig sein.






