SVG Lüneburg kämpft im Pokalfinale um den ersten Titel gegen Rekordhalter Friedrichshafen
Hiltraud HamannNeue Volleyball-Kraft: Lüneburg will jetzt den ersten Titel - SVG Lüneburg kämpft im Pokalfinale um den ersten Titel gegen Rekordhalter Friedrichshafen
SVG Lüneburg trifft im Finale des DVV-Pokals auf VfB Friedrichshafen
Am kommenden Samstag kommt es in Mannheim zum Aufeinandertreffen zwischen der SVG Lüneburg und dem VfB Friedrichshafen im Finale des deutschen Volleyball-Pokals. Für Lüneburg ist es bereits das vierte Endspiel in Folge – doch der erste Titel bleibt bis heute ein unvollendeter Traum.
Bisher ging der Pokal stets an die Gegner: Dreimal in Serie musste sich das Team im Finale geschlagen geben. Doch in dieser Saison präsentiert sich Lüneburg stärker denn je. Aktuell belegt die Mannschaft Platz zwei in der Bundesliga, hinter den Berlin Volleys. Ein historischer Erfolg gelang dem Team bereits in diesem Jahr, als es im Champions-League-Duell den polnischen Top-Klub Asseco Resovia Rzeszów besiegte – der erste Sieg gegen einen Vertreter der weltbesten Liga.
Der Aufstieg der Lüneburger ist beeindruckend: Seit dem Aufstieg in die erste Liga 2014 entwickelte sich das Team rasant. Bereits 2022 stand es im Finale des CEV-Pokals und erreichte das Viertelfinale der Champions League. Trainer Stefan Hübner, der das Team seit 2014 führt, formte nach Jahren des Umbruchs mit zehn Neuzugängen eine schlagkräftige Mannschaft. Die Arbeit trägt Früchte – das Team spielt selbstbewusst und wird von einer leidenschaftlichen Fangemeinde unterstützt. Rund 1.200 Anhänger wollen am Samstag nach Mannheim reisen, um ihre Mannschaft im Finale anzufeuern.
Gegner Friedrichshafen hingegen ist der Rekordpokalsieger mit 17 Titeln und seit Jahrzehnten eine feste Größe im deutschen Volleyball. Der Klub sammelte zahlreiche Meisterschaften in der Bundesliga, und Legende Max Günthör gewann allein neun Pokale mit dem Team. Bis heute gilt der VfB als eine der dominierenden Kräfte des Sports.
Lüneburg geht mit Schwung ins Finale und will die Serie der verlorenen Endspiele endlich beenden. Ein Sieg würde den ersten großen Titel der Vereinsgeschichte bedeuten und eine außergewöhnliche Saison krönen. Friedrichshafen hingegen strebt nach dem 18. Pokalsieg – und damit der Ausweitung des eigenen Rekords.