Traditionsunternehmen Wehrle-Werk AG meldet Insolvenz nach 160 Jahren an
Hiltraud HamannTraditionsunternehmen Wehrle-Werk AG meldet Insolvenz nach 160 Jahren an
Wehrle-Werk AG meldet Insolvenz an – Traditionelles Familienunternehmen vor dem Aus
Die Wehrle-Werk AG, ein seit langem in Emmendingen ansässiges Familienunternehmen, hat beim Amtsgericht Freiburg Insolvenz angemeldet. Der auf Umwelttechnikanlagen und Großmaschinen spezialisierte Betrieb steht nun vor einer fast vollständigen Stilllegung seiner Werksaktivitäten. Über 200 Mitarbeiter sind noch vor Ort, während die Verfahren eingeleitet werden.
Das 1860 gegründete Unternehmen wurde über Generationen hinweg in Familienbesitz geführt. Doch ein drastischer Auftragsrückgang in den vergangenen zwei bis drei Jahren trieb das Unternehmen in die finanzielle Schieflage. Die Lage verschärfte sich nach einem Cyberangriff am 11. Mai 2024, der die Produktion und interne Kommunikation schwer beeinträchtigte.
Am 25. August 2025 beantragte das Unternehmen offiziell die Eröffnung des Insolvenzverfahrens. Der Rechtsanwalt Marc-Philippe Hornung wurde zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Während der Hauptstandort in Emmendingen seinen Betrieb nahezu eingestellt hat, bleiben Tochtergesellschaften von den Verfahren unberührt.
Die Belegschaft erhält während des Prozesses weiterhin Löhne – finanziert durch Insolvenzgeld. Gleichzeitig prüfen Verwalter und Unternehmensführung mögliche Sanierungsoptionen, um das Unternehmen zu stabilisieren.
Die Insolvenz markiert einen historischen Einschnitt für die Wehrle-Werk AG nach mehr als 160 Jahren Unternehmensgeschichte. Die Lohnzahlungen sind über Insolvenzmittel abgesichert, was den Mitarbeitern vorerst eine finanzielle Brücke bietet. Die nächsten Schritte werden zeigen, ob eine Restrukturierung die Zukunft des Unternehmens retten kann.






