10 May 2026, 18:13

Transportbranche in Deutschland kämpft mit Rekord-Insolvenzen und steigenden Kosten

Balkendiagramm mit der Bezeichnung "Globaler Containerfrachtindex", das die jährlichen Containerfrachtmengen zeigt, wobei die Höhe der Balken das Frachtvolumen darstellt.

Transportbranche in Deutschland kämpft mit Rekord-Insolvenzen und steigenden Kosten

Deutschlands Transport- und Logistikbranche steht unter wachsendem Finanzdruck

Die Transport- und Logistikbranche in Deutschland kämpft mit zunehmender wirtschaftlicher Belastung. Steigende Kosten und konjunkturelle Herausforderungen treiben immer mehr Unternehmen in die Insolvenz – allein 2024 wurden 469 Antragstellungen verzeichnet, ein Anstieg um 5,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Branchenexperten warnen, dass sich die Lage 2025 ohne stärkere staatliche Unterstützung weiter verschärfen könnte.

Besonders hart trifft es kleine und mittlere Speditionen. Hohe Dieselpreise, hohe Vorfinanzierungskosten und extrem schmale Gewinnspannen setzen sie massiv unter Druck. Laut dem Kreditversicherer Atradius ist mittlerweile jedes vierte dieser Unternehmen von der Pleite bedroht.

Die bisherigen Hilfsmaßnahmen der Bundesregierung werden von Branchenanalysten als unzureichend bewertet. Verkehrsverbände fordern dringend Nachbesserungen, darunter Senkungen der Energie- und Stromsteuern, die Abschaffung der doppelten CO₂-Abgabe im Straßengüterverkehr sowie sofortige finanzielle Entlastungen.

Weltweit wird für 2025 nur noch ein Wachstum des Sektors um 2,4 Prozent erwartet – weniger als in früheren Prognosen. Sollten sich die anhaltenden Störungen in der Straße von Hormus jedoch verschärfen, könnte die deutsche Transport- und Logistikbranche im kommenden Jahr sogar um 2,1 Prozent schrumpfen. Die Krise treibt zudem die Kosten in anderen Bereichen in die Höhe: Allein die Lebensmittelpreise könnten aufgrund höherer Energieausgaben um bis zu zehn Prozent steigen.

Trotz der Herausforderungen gibt es Ansätze für nachhaltigere Lösungen. Der Kostendruck könnte die Umstellung auf Elektro- und Wasserstoff-Lkw beschleunigen, da Unternehmen langfristig sparen wollen.

Die Zukunft der Branche bleibt ungewiss. Ohne weitere Eingriffe des Staates drohen weitere Unternehmenspleiten, die Lieferketten und Verbraucherpreise belasten würden. Ob die Forderungen nach Steuererleichterungen und Entlastungsmaßnahmen die Firmen durch das kommende Jahr bringen, wird entscheidend sein.

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