14 June 2026, 14:09

Ulla Schmidt fordert radikale Pflegereform mit neuem Finanzierungsmodell

Ulla Schmidt plädiert für höhere Rente

Ulla Schmidt fordert radikale Pflegereform mit neuem Finanzierungsmodell

Ulla Schmidt, ehemalige Bundesgesundheitsministerin und Vorsitzende der Lebenshilfe, hat weitreichende Reformen bei der Besteuerung und der Finanzierung der Pflege vorgeschlagen. Sie plädiert für ein System, das Menschen unterstützt, die ihr Arbeitsleben nicht verlängern können, und gleichzeitig eine gemeinsame finanzielle Verantwortung sichert.

Schmidt setzt sich dafür ein, Steuer- und Pflegereformen zu verknüpfen, um ein solidarischeres Finanzierungsmodell zu schaffen. Sie schlägt vor, alle Beiträge in einen einzigen Pflegefonds zusammenzufassen, der gemeinsame Prioritäten abdeckt. Dieser Ansatz, so ihre Überzeugung, würde die Finanzierung essenzieller Leistungen vereinfachen.

Zudem besteht sie auf eine Anhebung des Renteneintrittsalters. Nach Ansicht Schmidts sind stärkere Anreize nötig, um länger zu arbeiten und so das System zu stabilisieren. Die Umsetzung, so betont sie, könnte durch eine einfache Parlamentsabstimmung erfolgen – ohne dass eine Grundgesetzänderung erforderlich wäre.

Die Vorschläge zielen darauf ab, die langfristige Pflegefinanzierung zu sichern und gleichzeitig die demografischen Herausforderungen zu bewältigen. Ein konsolidierter Pflegefonds und ein höheres Renteneintrittsalter bilden den Kern ihres Plans. Das Parlament könnte diese Ideen ohne langwierige Verfassungsdebatten umsetzen.

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