US-Arbeitsmarkt übertrifft alle Erwartungen – Märkte reagieren mit Turbulenzen
Sylke SchmiedtUS-Arbeitsmarkt übertrifft alle Erwartungen – Märkte reagieren mit Turbulenzen
Der jüngste Arbeitsmarktbericht der USA zeigte unerwartet starke Daten und überraschte damit Analysten. Arbeitgeber schufen deutlich mehr Stellen als prognostiziert, während die Arbeitslosenquote stabil bei 4,3 Prozent blieb. Die Nachricht sorgte für Wellen auf den globalen Märkten und beeinflusste bis zum Wochenende Währungen, Rohstoffe und Aktienindizes.
US-Arbeitgeber stellten im vergangenen Monat 172.000 neue Arbeitsplätze ein – fast doppelt so viele wie die von Ökonomen vorhergesagten 85.000. Die Zahl widerlegte die Erwartungen und hielt die Arbeitslosenquote unverändert bei 4,3 Prozent. In der Folge drosselten Anleger ihre Wetten auf baldige Zinssenkungen durch die US-Notenbank (Federal Reserve).
Die stärker als erwartet ausgefallenen Daten belasteten die Finanzmärkte. Der deutsche DAX gab 0,8 Prozent nach und schloss die Woche bei 24.759 Punkten. Die zuvor vorhandene Zuversicht, die Marke von 25.000 Punkten zu erreichen, verflüchtigte sich, als Händler auf die US-Arbeitsmarktzahlen reagierten.
Auch die Rohstoffmärkte gerieten unter Druck. Der Goldpreis sank um 3,1 Prozent, eine Unze notierte bei 4.341 Dollar. Der Ölpreis folgte diesem Trend, als die Nordsee-Sorte Brent auf 93,80 Dollar pro Barrel fiel. Unterdessen verlor der Euro gegenüber dem Dollar an Wert und gab auf 1,1536 Dollar nach.
Die robusten Arbeitsmarktdaten haben die Erwartungen an eine baldige Zinssenkung in den USA verzögert. Die Märkte stehen nun vor einem Stimmungsumschwung, bei dem sich Rohstoffe und Aktien an die neue Perspektive anpassen. In den kommenden Wochen werden Händler genau auf weitere Signale der US-Notenbank achten.






