VBU warnt vor Reform des Minijob-Systems: "Belastung für alle"
Der Verband Badischer Unternehmen und Organisationen (VBU) hat die Bundesregierung aufgefordert, ihre Pläne zur Reform des Minijob-Systems in Deutschland fallen zu lassen. Die Vereinigung warnt, dass die Änderungen zu niedrigerem Nettoeinkommen für Beschäftigte und höheren Kosten für Arbeitgeber führen würden. Zudem befürchtet sie, dass die Reform den Fachkräftemangel verschärfen und die Wirtschaft belasten könnte.
Nach den geplanten Reformen würden Minijobber von ihrem Bruttoverdienst weniger Netto behalten. Arbeitgeber müssten hingegen mit gestiegenen Lohnkosten, mehr Bürokratie und weniger Flexibilität bei der Personalplanung rechnen. Der VBU spricht von einer „versteckten Steuer- und Abgabenbelastung“ für alle Beteiligten.
Minijobs spielen derzeit eine zentrale Rolle in Branchen wie dem Handwerk, dem Einzelhandel, der Gastronomie und den sozialen Diensten. Sie helfen Unternehmen, saisonale Spitzenzeiten und kurzfristige Personalengpässe zu bewältigen. Besonders betroffen von einer Systemänderung wären Studierende, Rentner, Teilzeit-Eltern, Pflegekräfte und Menschen mit Nebenjobs.
Der Verband betont, dass Minijobs bereits durch Pauschalabgaben erheblich zur Sozialversicherung beitragen. Eine Abschaffung oder Einschränkung würde die Wettbewerbsfähigkeit schwächen und den Fachkräftemangel weiter verschärfen. Statt die Reformen voranzutreiben, fordert der VBU die Regierung auf, Bürokratie abzubauen und Unternehmen zu entlasten.
Eine endgültige Entscheidung über die Reformen steht noch aus. Der VBU besteht darauf, dass die geplanten Änderungen sowohl für Arbeitnehmer als auch für Arbeitgeber eine finanzielle Belastung darstellen würden. Die Vereinigung setzt sich weiterhin für politische Maßnahmen ein, die die Wirtschaft fördern – statt sie zu behindern.
