18 March 2026, 16:12

Vier Städte testen barrierefreie Gehwege für Fußgänger der Zukunft

Eine belebte Straße mit Fussg"angern auf einem Gehweg neben h"ohen Geb"uden, Treppen mit Gelßern f"uhrend zu einer Plattform mit einer Anzeigetafel, Schilder an Pfosten und Schirmen, mit Geb"uden, Laternen und einem bew"olkten Himmel.

Vier Städte testen barrierefreie Gehwege für Fußgänger der Zukunft

Vier Städte in Baden-Württemberg wurden ausgewählt, um an einer neuen Landesinitiative teilzunehmen, die darauf abzielt, Gehwege freizumachen und die Bedingungen für Fußgänger zu verbessern. Balingen, Heilbronn, Pforzheim und Stuttgart dienen als Modellkommunen in dem auf ein Jahr angelegten Projekt. Die Maßnahme ist Teil der übergeordneten Fußverkehrsstrategie der Region, mit der bis 2030 das Zu-Fuß-Gehen zum bevorzugten Verkehrsmittel werden soll.

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Die unter dem Titel "Freie Gehwege – Mehr Raum für Fußgänger" laufende Initiative wird von der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg (NVBW) im Auftrag des Verkehrsministeriums geleitet. Technische Unterstützung erhalten die Städte von der Bernard Gruppe und VIA. Die vier Kommunen wurden aufgrund ihrer vielfältigen Routen ausgewählt, zu denen belebte Innenstadtbereiche, Schulwege sowie Gebiete mit häufigen Konflikten auf Gehwegen zählen.

In den kommenden zwölf Monaten werden die Städte den Zustand der Gehwege entlang ausgewählter Strecken erfassen. Dabei dokumentieren sie Hindernisse wie Mülltonnen, überflüssige Verkehrsschilder, parkende Autos, Versorgungsboxen, Parksäulen und Werbedisplays. Digitale Hilfsmittel, darunter 360-Grad-Kameras, helfen dabei, den aktuellen Zustand der Wege festzuhalten.

Verkehrsminister Winfried Hermann betonte die Bedeutung freier Gehwege für Fußgänger, Kinderwagen und Rollstuhlfahrer. Im Rahmen des Projekts werden neue Lösungen erprobt, um die Überfüllung zu verringern und die Barrierefreiheit zu verbessern. Bis Anfang 2027 sollen die Erkenntnisse in einem Praxisleitfaden zusammengefasst werden, der anderen Kommunen als Orientierungshilfe für die Aufwertung ihrer Fußgängerinfrastruktur dient.

Die Initiative knüpft an frühere Erfolge in der Region an. Seit März 2026 haben rund 25 Kommunen an ähnlichen Pilotprojekten wie "Stadt für Fußgänger" oder "Tempo 30" teilgenommen. Diese Vorhaben brachten bereits 120 Kilometer neue Fußgängerwege, 500 verkehrsberuhigte Zonen und sicherere Überwege in Städten wie Stuttgart, Heidelberg und Freiburg hervor.

Die Ergebnisse des Projekts werden die künftige Stadtplanung prägen, mit einem Fokus auf die konsequente Berücksichtigung von Fußgängerinfrastruktur von Anfang an. Technische Einrichtungen sollen künftig in multifunktionalen Zonen zwischen Gehwegen und Fahrbahnen platziert werden, um Behinderungen zu vermeiden. Ziel ist es, Gehwege für alle Nutzer frei, sicher und zugänglich zu halten.

Quelle