28 March 2026, 12:17

Völkerrecht vs. Machtpolitik: Warum Regeln im Nahen Osten kaum noch gelten

Eine Person in einem langärmligen Hemd und Hosen hält eine Kugel mit der Aufschrift "Eine Welt der Steuern: Ein Atlas des Starken Mannes" mit entschlossener Miene.

Völkerrecht vs. Machtpolitik: Warum Regeln im Nahen Osten kaum noch gelten

Vor sechzig Jahren wurde das Völkerrecht oft als das "Recht der Völker" bezeichnet – ein System, das den Frieden zwischen den Nationen sichern sollte. Heute sieht die Realität ganz anders aus. Die jüngsten Konflikte im Nahen Osten und darüber hinaus deuten darauf hin, dass nicht rechtliche Prinzipien, sondern Macht die globalen Handlungen bestimmt.

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Die jüngsten Spannungen zwischen dem Iran, Israel und den USA haben sich mit wenig Rücksicht auf etablierte Regeln entwickelt. Irans Raketenangriffe auf Israel, Israels Vergeltungsschläge und US-Luftangriffe auf iranische Nuklearanlagen verletzen allesamt das Völkerrecht. Dennoch blieben konkrete diplomatische oder rechtliche Konsequenzen aus.

Die Generalversammlung der Vereinten Nationen machte in ihrer Sitzung 2024 die Ungleichheit bei der Rechenschaftspflicht deutlich: Sie verabschiedete 17 Resolutionen zur Verurteilung Israels – im Vergleich zu nur sechs gegen alle anderen Mitgliedstaaten zusammen. Dennoch gibt es keine aktuellen UN-Maßnahmen oder Initiativen, um die Einhaltung des Völkerrechts in diesen Konflikten durchzusetzen.

Unterdessen behauptet jede Seite im Nahen Osten, die Oberhand zu haben, während die Gewalt weitergeht. Eine brüchige Waffenruhe hält zwar vorerst, doch ihre Beständigkeit bleibt ungewiss. Über die Region hinaus verläuft auch Russlands Invasion in der Ukraine ohne nennenswerte rechtliche Folgen.

Das Völkerrecht erlaubt zwar die Selbstverteidigung, verbietet aber Aggression und Eroberungskriege – eine Regel, die seit 80 Jahren gilt. Doch das jüngste Handeln der Großmächte legt nahe, dass diese Grundsätze oft ignoriert werden. Der Iran treibt sein Atomprogramm weiter voran, während die NATO und Israel betonen, Teheran dürfe niemals in den Besitz einer Atombombe gelangen. Doch der Kreislauf der Vergeltung zeigt keine Anzeichen eines Endes.

Die heutige Lage offenbart einen Wandel – weg von der Herrschaft des Rechts, hin zur Herrschaft der Stärke. Konflikte mit Beteiligung des Iran, Israels und der USA verlaufen ohne klare rechtliche Konsequenzen. Die fragile Waffenruhe bietet zwar eine Atempause, doch die Geschichte lehrt, dass dauerhafter Frieden mehr erfordert als bloße Zurückhaltung.

Quelle