Vom Laufsteg zum Influencer: Wie "Germany's Next Topmodel" die Modebranche verändert
Angelo BriemerVom Laufsteg zum Influencer: Wie "Germany's Next Topmodel" die Modebranche verändert
„Germany’s Next Topmodel“ nähert sich dem Finale der 21. Staffel – und das in Hollywood. Die von Heidi Klum moderierte Erfolgsshow hat sich im Laufe der Jahre vom klassischen Supermodel-Wettbewerb zu einer Plattform für Influencer und Markenbotschafter gewandelt. In dieser Saison warten auf zwei Gewinner jeweils 100.000 Euro und ein Titelbild für Harper’s Bazaar.
Seit dem Start steht die Sendung in der Kritik, weil sie extreme Schönheitsideale fördert. Die Kandidatinnen durchlaufen oft radikale Verwandlungen – von Haaraufhellungen und drastischen Schnitte bis hin zu aufwendigen Extensions. Doch in den letzten Jahren setzte die Show auch auf mehr Vielfalt: Teilnehmer mit Bierbauch, Haarausfall oder Hörbehinderungen waren dabei.
Mittlerweile liegt der Fokus auf Medientraining: Die Bewerber lernen, Pressekonferenzen zu meistern und ansprechende Geschichten zu erzählen. Viele Ehemalige arbeiten heute als Influencer, Unternehmer oder Models. Statt mit Hochglanzmarken wie Vogue oder Versace kooperiert die aktuelle Staffel mit Unternehmen wie eBay und McDonald’s.
Seit zwei Jahrzehnten prägt Klum die Richtung der Show und bietet den Teilnehmern Perspektiven jenseits des Modeljobs. Dieser Wandel spiegelt einen Branchen-Trend wider: Social-Media-Präsenz zählt oft mehr als der klassische Laufsteg-Erfolg.
Im Finale werden zwei Gewinner gekürt, die jeweils 100.000 Euro und ein Magazin-Cover erhalten. Die Entwicklung der Show zeigt den Abschied vom Supermodel-Traum hin zur Influencer-Karriere. Mit fast 21 Staffeln bleibt ihr Einfluss auf Mode und Medien ungebrochen.






