VW plant radikale Kürzungen: 100.000 Jobs und vier Werke in Gefahr
Hiltraud HamannVW plant radikale Kürzungen: 100.000 Jobs und vier Werke in Gefahr
Volkswagen plant massive Stellenstreichungen und Werksschließungen in Deutschland. Von den Maßnahmen könnten bis zu 100.000 Arbeitsplätze und vier Produktionsstandorte betroffen sein. Konzernchef Oliver Blume und weitere Führungskräfte räumen ein, dass einige Sparten nicht mehr wettbewerbsfähig sind.
Die Unternehmensführung hat eine drastische Schrumpfungsstrategie vorgelegt. Zu den gefährdeten Standorten zählen die Werke in Hannover und Emden, beide in Niedersachsen. Der Aufsichtsrat wird die Pläne auf einer Sitzung am 9. Juli prüfen.
Arbeitnehmervertreter, darunter Daniela Cavallo, wurden vor der Bekanntgabe nicht konsultiert. Gewerkschaften und die Landesregierung haben bereits scharfen Widerstand gegen die Vorhaben angekündigt. Die Aktie des Konzerns notiert derzeit mit einem niedrigen Kurs-Gewinn-Verhältnis von 3,7 für dieses Jahr und 3,0 für 2027.
Ziel der Stellenstreichungen ist es, die Wettbewerbsfähigkeit der Kerngeschäftsbereiche zu stärken. Widerstand seitens der Belegschaft und lokaler Behörden könnte die Pläne verzögern oder verändern. Die Entscheidung des Aufsichtsrats wird die nächsten Schritte des Autobauers bestimmen.
