22 December 2025, 16:40

Warum er Donald Trump nicht parodieren will

Ein Mann in einem schwarzen Kleid lacht mit einem unscharfen, beleuchteten Hintergrund.

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Warum er Donald Trump nicht parodieren will

Hape Kerkeling kehrt nach einer ruhigeren Phase seit 2019 zurück in die Öffentlichkeit. Der Komiker und Schauspieler äußert sich nun zu politischen Sorgen – und bereitet mit zwei neuen Filmen sein Comeback auf der Leinwand vor.

Mit Extrawurst und Horst Schlämmer findet das Glück übernimmt Kerkeling erstmals seit Jahren wieder größere Kinorollen. Gleichzeitig meldet er sich mit deutlichen Worten zum aktuellen gesellschaftlichen Klima in Deutschland und dem Zustand der öffentlichen Debatte zu Wort.

Sein Film Extrawurst zeigt ihn als engstirnigen, korrupten Rheinländer, der einen Tennisclub leitet – eine bewusste politische Stellungnahme gegen rassistische Einstellungen und Kleinstadt-Dünkel. In Horst Schlämmer findet das Glück führt er die Geschichte seines beliebten Alter Egos Horst Schlämmer fort.

Doch Kerkeling kritisiert nicht nur auf der Leinwand: Er warnt, Deutschland rutsche „mit Achselzucken in den Autoritarismus“, und zeigt sich alarmiert über die zunehmende Verrohnung in Online-Diskussionen. Eine „seltsame Gleichgültigkeit“ und „geistige Müdigkeit“ prägten die Gesellschaft – auch den Journalismus.

Auf die Frage, warum er Donald Trump nicht parodieren wolle, antwortet Kerkeling klar: Jede Figur, die er spiele, brauche einen liebenswerten Zug – und den sehe er bei Trump nicht. Anders als bei Angela Merkel, die er trotz ihrer Schwächen einst gerne imitiert habe.

Erst kürzlich nahm Kerkeling seinen Kollegen Thomas Gottschalk in Schutz. Die Empörung über dessen umstrittene Äußerungen hält er für übertrieben und ruft dazu auf, sich stattdessen auf drängendere Probleme zu konzentrieren.

Mit seinen beiden neuen Filmen kehrt Kerkeling nach Jahren zurück ins Kino. Seine politischen Kommentare und die Weigerung, Trump zu parodieren, spiegeln seine Sorge um Deutschlands Entwicklung wider. Gleichzeitig zeigt seine Verteidigung Gottschalks, dass er öffentliche Empörung infrage stellt, wenn er sie für unangemessen hält.