18 April 2026, 08:13

Wolfenbüttel setzt neue Maßstäbe: Kleinere Kita-Gruppen ab sofort

Plakat mit der Aufschrift "Nationaler Ausschuss für Kinderarbeit: Warum? Zweieinhalb Millionen Kinderarbeiter unter sechzehn Jahren heute" mit einer USA-Karte und Illustrationen von Ausschussmitgliedern.

Wolfenbüttel setzt neue Maßstäbe: Kleinere Kita-Gruppen ab sofort

Wolfenbüttel ist die erste Stadt in Niedersachsen, die die Gruppengrößen in Kitas reduziert. Die Entscheidung folgt auf jahrelange Forderungen von Leitungen und Eltern nach kleineren Gruppen. Die Änderungen treten sofort im laufenden Kindergartenjahr in Kraft.

Der Stadtrat verabschiedete den Plan im Rahmen seines Demografie-Chancen-Programms 2030, das auf sinkende Geburtenraten reagiert. Zwei AfD-Mitglieder enthielten sich, doch ansonsten wurde der Vorschlag ohne Gegenstimmen angenommen.

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Künftig werden Krippengruppen von 15 auf 14 Kinder verkleinert. Kindergartengruppen schrumpfen von 25 auf 24 Kinder, während die Betreuung im Hort von 20 auf 19 Kinder reduziert wird. Die Einrichtungsleitungen dürfen diese Obergrenzen nur aus pädagogischen Gründen überschreiten, um Flexibilität zu gewährleisten.

Ziel der Maßnahme ist eine bessere Betreuungsrelation, die mehr individuelle Zuwendung ermöglicht. Kita-Leitungen und Elternvertreter hatten jahrelang für kleinere Gruppen plädiert, da dies die frühe Entwicklung der Kinder fördere.

Mit den neuen Regelungen positioniert sich Wolfenbüttel als Vorreiter der Kinderbetreuungsreform in der Region. Durch die kleineren Gruppen soll das Personal besser auf die Bedürfnisse jedes einzelnen Kindes eingehen können. Die Stadtverwaltung wird die Auswirkungen der Änderungen im Rahmen ihrer langfristigen Demografiestrategie beobachten.

Quelle