Zeiss streicht bis zu 1.000 Jobs – schmerzhafte Sparmaßnahmen nach Umsatzrückgang
Sylke SchmiedtZeiss streicht bis zu 1.000 Jobs – schmerzhafte Sparmaßnahmen nach Umsatzrückgang
Der Technologiekonzern Zeiss, einer der größten deutschen Unternehmen der Branche, hat Pläne bekannt gegeben, weltweit bis zu 1.000 Stellen abzubauen. Der Schritt folgt auf rückläufige Umsätze und eine schwächere Performance in zentralen Geschäftsbereichen. Unternehmenschef Andreas Pecher bezeichnete die Kürzungen als „schmerzhaft, aber unvermeidbar“ für die Zukunft des Konzerns.
Im ersten Halbjahr 2026 verzeichnete Zeiss einen Umsatzrückgang von 5,7 Prozent. Besonders die Sparten Augenheilkunde und chirurgische Mikroskope lagen unter den Vorjahreswerten. Diese Herausforderungen zwingen das Unternehmen nun zu einem umfassenden Restrukturierungsprogramm.
Die Tochtergesellschaft Carl Zeiss Meditec wird die Umstrukturierung federführend gestalten. Dazu gehören der schrittweise Ausstieg aus wenig rentablen Produkten sowie die Verlagerung von Unternehmensteilen in kostengünstigere Länder. Zudem sollen Einsparungen im Einkauf die Effizienz steigern.
Ziel der Maßnahmen ist es, die Kostenstruktur zu optimieren und die Ertragskraft zu stärken. In den kommenden drei Jahren werden bis zu 150 Millionen Euro in das Programm investiert. Langfristig sollen so Mittel für Wachstum und Innovation freigesetzt und die Stabilität des Unternehmens gesichert werden.
Die Stellenstreichungen werden schrittweise über die nächsten drei Jahre umgesetzt. Zeiss erwartet, dass die Veränderungen die finanzielle Lage des Konzerns festigen und zukünftige Investitionen ermöglichen. Gleichzeitig bleibt das Unternehmen darauf fokussiert, seine führende Position in den Bereichen Technologie und Optik zu behaupten.






