14 June 2026, 02:23

Zetsche bricht Schweigen zu Kartellvorwürfen – Daimler beantragt Kronzeugenregelung

Daimler-Chef: Selbstanzeige kein Schuldeingeständnis

Zetsche bricht Schweigen zu Kartellvorwürfen – Daimler beantragt Kronzeugenregelung

Daimler-Chef Dieter Zetsche hat sich erstmals öffentlich zu den Kartellvorwürfen geäußert – und zwar bei einer Veranstaltung in Stuttgart. Der Fall wird seit zwei Jahren von der EU geprüft, nachdem Vorermittlungen wegen möglicher wettbewerbswidriger Absprachen unter deutschen Automobilherstellern eingeleitet worden waren.

Zetsche betonte, die Gespräche zwischen den Herstellern hätten sich auf technische Standards und verwandte Themen konzentriert. Diese Abstimmungen kämen den Kunden zugute, da sie die Effizienz steigerten und die Kosten senkten. Daimler bestätigte zudem, einen Antrag auf Kronzeugenregelung gestellt zu haben, nannte jedoch keinen Zeitpunkt für die Beantragung.

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Zetsche wies darauf hin, dass der Antrag auf Milde keine Schuldanerkennung bedeute. Unterdessen hat BMW angesichts der Unsicherheiten gemeinsame Projekte mit Daimler vorläufig ausgestzt. Der BMW-Chef Harald Krüger sollte eigentlich auf dem Gipfel sprechen, sagte jedoch wegen Krankheit ab.

BMW zeigte sich verärgert über den Umgang Daimlers mit den Vorwürfen. Die Branche verfolgt die weiteren Entwicklungen gespannt, während die EU-Ermittlungen andauern. Nach zwei Jahren Untersuchung ist der Kartellfall noch immer nicht geklärt. Daimlers Bemühungen um Straferlass und BMWs ausgestzte Kooperationen unterstreichen die angespannte Stimmung zwischen den Unternehmen. Die Ergebnisse der EU werden die nächsten Schritte für alle Beteiligten bestimmen.

Quelle