Zoll durchsucht Hof in Heilbronn nach Lohnbetrug und Ausbeutung von Erntehelfern
Sylke SchmiedtZoll durchsucht Hof in Heilbronn nach Lohnbetrug und Ausbeutung von Erntehelfern
Landwirtschaftsbetrieb im Raum Heilbronn nach Beschwerden von Erntehelfern durchsucht
Ein landwirtschaftlicher Betrieb im Kreis Heilbronn ist von Zollfahndern durchsucht worden, nachdem ausländische Saisonarbeiter eine Anzeige erstattet hatten. Die Vorwürfe umfassen ausstehende Löhne, menschenunwürdige Unterkünfte und Ausbeutung. Fünfzehn Erntehelfer hatten die Missstände zunächst bei den örtlichen Behörden gemeldet.
Die Ermittlungen nahmen ihren Lauf, als sich 15 ausländische Saisonkräfte an die Behörden in Heilbronn wandten. Ihre Beschwerde führte zu einer Razzia auf dem Hof, bei der Beamte elf Beschäftigte befragten. Diese bestätigten die Vorwürfe der Lohnvorenthaltung und unzumutbaren Wohnverhältnisse.
Im Fokus der Durchsuchung standen der Verdacht auf Lohnbetrug, Verstöße gegen den Mindestlohn sowie Ausbeutung. Die Ermittler stellten fest, dass der Stundenlohn deutlich unter den gesetzlichen Vorgaben lag – ein Hinweis auf nicht abgeführte Sozialabgaben. Die Heilbronner Behörden für Arbeitsschutz und Bauaufsicht schalteten sich ein, da die Unterkünfte der Arbeiter als unsicher und mangelhaft eingestuft wurden.
Weitere Überprüfungen laufen noch, um das volle Ausmaß der Verstöße zu klären. Die Zollbeamten werten weiterhin Finanzunterlagen aus und prüfen die Arbeitsbedingungen auf dem Hof.
Der Fall bleibt Gegenstand der Ermittlungen, während die Behörden das Ausmaß der Lohnverstöße und der Wohnverhältnisse bewerten. Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, drohen dem Betrieb Strafen wegen Verstößen gegen Arbeitsrecht und Mindestlohnbestimmungen. Die endgültige Entscheidung hängt von den Ergebnissen der laufenden Untersuchungen ab.






